Werteverfall

Ges­tern, auf wdr gings in Hart aber Fair um den Neu­an­fang in NRW und um die Kopf­no­ten wie „Ver­hal­ten“ und „Fleiß“, die jetzt in den Schu­len wie­der ein­ge­führt wer­den sol­len. In der Dis­kus­si­on wur­de von CDU und FDP mehr­fach dar­auf ver­wie­sen, dass die Gesell­schaft wie­der mehr Wert auf die­se Sekun­där­tu­gen­den legt und legen soll­te. Dar­um auch die­se Noten.

Wenn es nun wirk­lich so wich­tig ist, sich auch um sol­che The­men einen Kopf zu machen, soll­te man dann nicht in einer Fern­seh­dis­kus­si­on, als gutes Vor­bild, sein Gegen­über aus­spre­chen las­sen, nicht bil­li­ge rhe­to­ri­sche Tricks unter­las­sen und ein­fach gene­rell auch mit dem poli­ti­schen Gege­ner einen ande­ren Umgang pfle­gen? Solan­ge es nur um Noten geht, aber Poli­ti­ker lügen, Wahr­hei­ten ver­zer­ren, dem Gegen­über das Wort abschnei­den und gene­rell mei­nen, das The­ma „Kin­der­stu­be“ habe mit ihnen nichts zu tun, fin­de ich die Dis­kus­si­on mehr als nur schein­hei­lig.

The pain!

Ah, how I hate things like that. I need to recon­fi­gu­re some ker­nel stuff, so I have to reboot. But the machi­ne has been so good:

[plato:~]# uptime
 6:39PM  up 375 days, 13:20, 6 users, load averages: 1.73, 4.23, 5.76

It hurts.

Auftritte und Kameras

Ach, wo ich gera­de dabei bin: Was soll denn das bit­te, dass immer mehr Men­schen nun mit ihren Kame­ra-Han­dies bei Auf­trit­ten im Dun­keln Pho­tos machen müs­sen? Die Blit­ze, die da blit­zen, stö­ren zwar, haben aber kei­nen nen­nens­wer­ten Effekt für die Pho­tos. Die Tas­ta­tu­ren und Dis­plays leuch­ten auch zu hell. Die Weit­win­kel-Optik macht das Bild sowie­so nahe­zu unkennt­lich. Und es ist, ver­dammt noch mal, den ande­ren Zuschau­ern gegen­über rich­tig unhöf­lich.

Schmidt in Aachen

Ich hat­te es ja noch gar nicht erwähnt — vor unend­li­chen Zei­ten hat­te ich mal Kar­ten für Harald Schmidt in Aachen gekauft. Vor ein paar Tagen war es dann end­lich so weit. Und dann aus­ge­rech­net noch an jenem Sonn­tag, an dem die rot-grü­ne Regie­rung in NRW die Mehr­heit ver­lor. Das Publi­kum war also in einer sehr selt­sa­men Stim­mung.

Um es kurz zu machen: Wir sind vor­zei­tig gegan­gen. So sehr ich Harald Schmidt in sei­ner Late Night Show mag, so schwach war er dann live auf der Büh­ne. Viel­leicht hät­te er sich doch nicht nur auf der Fahrt von Köln nach Aachen über­le­gen sol­len, was er denn am Abend ger­ne machen möch­te. Lei­der schwer ent­täu­schend.