Archive for November, 2005

Podcasting …

November 28th, 2005

Repla­c­ing wri­ters block with total silence.

Yahoo MyWeb 2.0

November 23rd, 2005

Com­ing via an arti­cle on Jeremy Zawodny’s blog to rea­ding Get­ting MyWeb, I find it hard to bring it in line with what I do not like about my per­so­nal expe­ri­ence with the pro­duct. I admit that I was hooked by the idea and have been thin­king long and hard how I would like to orga­nize my book­marks – or rather, what tools would make it easier for me to orga­nize my web sur­fing and hel­ping my infor­ma­tio­nal needs.

What made me give up on using it was, in fact, the speed of the thing. I’m mostly well-connected, but if I want to exter­nally remem­ber some­thing in my brow­sing, I do not want to wait for a win­dow to enter my data in for thirty seconds to a minute. I want tight inte­gra­tion, I want to see quickly how things go. To me, it see­med to be more of a proof-of-concept than an actually usa­ble application.

So when will we be get­ting the real thing?

Spellcheck!

November 9th, 2005

Why is it that most every app­li­ca­tion on this pla­net on the ope­ra­ting sys­tems I’ve used so far is eit­her not doing any decent spell­che­cking (we’re not even tal­king gram­mar che­cking yet), or brings along dozens of mega­bytes of dic­tio­na­ries and then can’t handle mul­ti­ple lan­gua­ges grace­fully? Loo­king at my blog you’ll see that I write in two lan­gua­ges, and that’s true with almost any wri­t­ing I do, from email to inter­nal notes. My edi­tor (emacs) can handle mul­ti­ple lan­gua­ges. My email app­li­ca­tion on Win­dows can (The Bat!). And often enough I have to use Word for Win­dows, that can also do it. But they have sepa­rate dic­tio­na­ries, so all the words I teach them, I have to teach all of them. And at the same time, I do more and more of my wri­t­ing in web brow­sers, and those don’t spell-check at all.

Come on! There’s so many smart things user inter­faces can do. Why can’t they do some­thing that basic? It would cer­tainly improve many peo­p­les lives.

(By the way, my off­line blog edi­tor can handle english, but not ger­man. Sigh.)

Stoiber’sches Missverständnis

November 7th, 2005

Bis­her noch nicht die Zeit gefun­den, den klei­nen Sei­ten­hieb zu bloggen:

Stoi­ber hat, in einer der zahl­rei­chen Begrün­dun­gen, warum er nicht in die Bun­des­re­gie­rung geht, gemeint, dass er die Inter­es­sen der CSU bes­ser in Mün­chen als in der Bun­des­re­gie­rung ver­tre­ten kann. Ich erwarte von einem Minis­ter, dass er die Inter­es­sen des Lan­des ver­trtitt, und nicht vor­nehm­lich die sei­ner Par­tei. Wenn er in die Regie­rung geht, um das zu tun, hat er dort nichts verloren.

Dass er jetzt zuge­ge­ben hat, nicht Münte­feh­ring sei aus­schlag­ge­bend gewe­sen, son­dern sein Ver­hält­nis zu Frau Mer­kel, ist übri­gens wie­der einer die­ser Fak­to­ren der Unglaub­wür­dig­keit: Wenn es jetzt Mer­kel ist, und nicht Münte, warum hat er letz­te­res zuerst behaup­tet, und damit gelogen?

Jobgipfel Aluminium

November 5th, 2005

Gut, ein nur mehr geschäfts­füh­ren­der Kanz­ler muss wahr­schein­lich klei­nere Bröt­chen backen, aber bitte: Wegen 800 Arbeits­plät­zen inter­ve­nie­ren jetzt schon drei Minis­ter­prä­si­den­ten und der Bun­des­kanz­ler beim nor­we­gi­schen Mut­ter­haus der Alu­mi­ni­umö­fen? Es ist ja schon bit­ter, dass man dies­mal nicht die bösen ame­ri­ka­ni­schen Hedge-Fonds ver­ant­wort­lich machen kann, son­dern ein euro­päi­sches Unter­neh­men hin­ter den Ent­las­sun­gen steht (und das, wo sie doch hier sogar schwarze Zah­len schreiben!).

Nicht falsch ver­ste­hen: Natür­lich ist es für die nun bald Arbeits­lo­sen und deren Fami­lien kein ein­fa­ches Schick­sal, ins­be­son­dere da ihre Fähig­kei­ten und Fer­tig­kei­ten am Arbeits­markt wohl auch nicht mehr so schnell gefragt sein wer­den. Aber, wenn man sich der Sta­tis­ti­ken über die Arbeits­platz­ver­nich­tung erin­nert, die im Wahl­kampf so gerne als Argu­ment ver­wen­det wur­den, dann sind doch diese 800 Arbeits­plätze jetzt nicht gerade eine Grö­ßen­ord­nung, die so unge­wöhn­lich ist. Und das noch in einer Indus­trie, deren Umwelt­bi­lanz nicht so rich­tig gut aus­fällt; der man also durch­aus kri­tisch gegen­über ste­hen kann.

Aber … drei Minis­ter­prä­si­den­ten und der Bun­des­kanz­ler? Und das ganze dann auch noch in den Nachrichten?

Personalisierung

November 3rd, 2005

Man mag ja zu ihr ste­hen, wie man möchte, aber warum genau ist jetzt Frau Nah­les an allem schuld?

Sie hat kan­di­diert, gut. Das hat sie offen­sicht­lich auch vor­her klar­ge­macht; immer­hin gab es eine Dis­kus­sion, wel­che Auf­ga­ben ein Gene­ral­se­kre­tär haben soll. Aber es haben sie eine gar nicht uner­heb­li­che Anzahl von Prä­si­di­ums­mit­glie­dern gewählt, und das wird wohl kein Ver­se­hen gewe­sen sein. Und Franz Münte­feh­ring hat weder seine Absich­ten zu die­ser Wahl kund­ge­tan; noch war es in mei­nen Augen klar, dass er die­sen Schritt tun muss. Er hätte genauso sagen kön­nen, dass er den Wil­len des Prä­si­di­ums so akzep­tiert, es für ihn zwar keine leichte Auf­gabe sein wird, aber er sich der Her­aus­for­de­rung stellt.

Aber die Schuld trifft nur die eine, Frau Nahles?

Bin ich Deutschland?

November 2nd, 2005

Im Span­nungs­feld der Über­le­gun­gen zur Glo­ba­li­sie­rung und der gerade begin­nen­den nächs­ten Patrio­tis­mus­de­batte (mit der Du-bist-Deutschland-Kampagne von Ber­tels­mann, dem Deutsch­land­tag der jun­gen Union in Augs­burg und nicht zuletzt einer Gesprächs­runde bei Maisch­ber­ger, die letz­tens auf 3sat wie­der­holt wurde) stellt sich mir per­sön­lich die Frage, wer es aller ist, das die­ses Land aus­macht — und wie mein per­sön­li­ches Ver­hält­nis zu die­sem Land ist, das ich wohl auch bin, wenn ich die Kam­pa­gne rich­tig ver­stehe. Ich lebe jetzt seit fünf­ein­halb Jah­ren hier, arbeite hier, zahle hier Steu­ern, lese hier Zei­tung und habe meine unmit­tel­bare Fami­lie hier. In gewis­ser Weise bin ich wirk­lich auch Deutsch­land — den­noch spießt­sich bei die­sem Gedan­ken was in mir. Viel­leicht will ich gar nicht Deutsch­land sein, son­dern ein­fach nur ich — das war bis­her auch schon genug Arbeit. Aber viel­leicht macht eben die­ses Stre­ben um Authen­ti­zi­tät mich zu einem Teil Deutsch­lands; es geht eben nicht um Indi­vi­dua­li­tät, und schon gar nicht um jeden Preis.

Nein, es hat auch damit zu tun, dass wenn es um Natio­nen geht, mein Herz vor allem dann schnel­ler schlägt, wenn es um Öster­reich geht. Ich emp­finde mich immer noch­zu­erst als Wie­ner, auch wenn ich die Stadt bes­ten­falls ein paar Tage im Jahr erlebe. Ich sehe es lie­ber, wenn Her­mann Mayer gewinnt und nicht Bode Mil­ler. Ich habe etwas Mit­leid, wenn die öster­rei­chi­sche Natio­nal­mann­schaft die Qua­li­fi­ka­tion zur WM 2006 nicht schafft. Ich schäme mich etwas, wenn es um die FPÖ geht (und nach der Tren­nung sogar noch was mehr) und ich bin etwas auf­ge­regt, wenn der Stadt­rat gewählt wird.

Nun ist das Ver­hält­nis der Öster­rei­cher zu Deutsch­land und den Deut­schen bei­leibe kein ein­fa­ches. (Das Umge­kehrte schon, weil Öster­reich für den durch­schnitt­li­chen Deut­schen außer viel­leicht als Urlaubs­land kei­ner­lei Rele­vanz hat — wenn man von einem gewis­sen Unter­hal­tungs­wert als Ziel­scheibe zahl­lo­ser schlech­ter Witze absieht.) Selbst manch Poli­ti­ker ist so wenig sou­ve­rän, dass er von Öster­reich als das bes­sere Deutsch­land spricht. In gewis­ser Weise ist es brü­der­lich: Öster­reich ist der kleine Bru­der, der sich an sei­nem grö­ße­ren Geschwis­ter­chen abar­bei­tet. Der bes­ser sein möchte, der dem ande­ren zei­gen möchte, wos lang­geht. Dadurch aber ver­stellt es den Blick auf die Sachen, die tat­säch­lich bes­ser lau­fen oder wo Öster­reich in der Tat seine Stär­ken hat. Soll es geben.

Und auch wenn ich schon län­ger hier arbeite und lebe, ich habe es doch in man­cher Weise noch nicht geschafft, mich von mei­nen Bil­dern zu tren­nen. Meine Sicht auf Deutsch­land ist zwar sicher ver­än­dert und ver­brei­tert – und prag­ma­tisch gese­hen in den meis­ten Din­gen nicht so unter­schied­lich vom Leben in Wien – aber eben das Gefühl, das ist noch nicht da. Wenn es um Aus­län­der­feind­lich­keit geht, oder so Fra­gen wie­die dop­pelte Staats­bür­ger­schaft fühle ich mich zunächst als Aus­län­der. Es ist mir ratio­nal klar, dass Deutsch­land divers ist, und ich mei­nen Platz eben auch hier habe. Ich bin nicht mal einer von denen, die die Tole­ranz for­dern oder die die Inte­gra­ti­ons­fä­hig­keit her­aus­for­dern. Man sieht mir meine Staats­bür­ger­schaft nicht an. Aber vom Gefühl, da ist es anders. Da bin ich eben nicht Deutsch­land, son­dern bes­ten­falls so was wie ein Beob­ach­ter. Ein noch nicht abge­sto­ße­ner Fremd­kör­per. Es gibt keine Anlässe, woran sich das fest­macht. Ich werde nicht ange­fein­det, meine Natio­na­li­tät ist kein Thema. Ich habe auch keine Ahnung, wo das her­kommt und warum ich so emp­finde; ich kann es aber auch nicht auf Wunsch abschal­ten. Es ist so.

Und wahr­schein­lich bin ich auch mit all die­sen Fra­gen ein Teil von Deutsch­land. Was auch immer das genau bedeutet.

Politikverdrossenheit

November 1st, 2005

Es ist ja auf eine gewisse Art sehr span­nend zu ver­fol­gen, in wel­cher Weise sich die bei­den Volks­par­teien sich gerade ins Knie schießen.

Ich glaube aber, dass neben dem lus­ti­gen Thea­ter das wir hier sehen und den poli­ti­schen Her­aus­for­de­run­gen, die darin lie­gen, das ganze auch zur Poli­tik­ver­dros­sen­heit bei­trägt, und dadurch sehe ich es als nicht unpro­ble­ma­tisch. Es besteht ein ziem­li­cher Unter­schied zwi­schen dem Auf­tre­ten spe­zi­ell im Wahl­kampf, der Ent­schlos­sen­heit und der dar­ge­stell­ten Klar­heit in den Stra­te­gien, die beste­hen­den Pro­bleme zu lösen. Und nun wird geze­tert und gezie­hen als hät­ten viele der Betei­lig­ten in ihrem Leben noch nie eine kom­ple­xere, viel­schich­tige Ent­schei­dung getrof­fen. Außer­dem geht es nun wie­der rein und aus­schließ­lich um Per­so­nen und nicht um Inhalte oder poli­ti­sche Pro­gramme. Wie die Koali­tion gedenkt, die Arbeits­lo­sig­keit zu sen­ken, was genau zum sozia­len Aus­gleich getan wer­den soll, wie sich Deutsch­land wei­ter in der euro­päi­schen Inte­gra­tion zurecht­fin­det … alles egal. Ob Stoi­ber in Mün­chen oder Ber­lin bleibt, und wer SPD-Generalsekretär ist, das sind offen­sicht­lich die drän­gen­den Fra­gen die­ser Nation. Meine Befürch­tung ist, dass man diese Fra­gen nicht wirk­lich ver­mit­teln kann. Dass den Men­schen der Unter­schied auf­fällt und der Wahl­kampf damit nach­träg­lich doch wie­der unehr­lich wird. Und eben auch das Gezerre die Vor­ur­teile alle bestätigt.

Auch das ist Deutschland.