Standardisierung ohne DIN

Hast du das auch, dass Pos­ter jetzt alle so gleich aus­se­hen? Oder dass so vie­le Tex­te sich so ähn­lich lesen? Oft wird das alles als “Slop” bezeich­net, weil es eben alles so ähn­lich, oder zumin­dest von glei­cher Struk­tur ist.

Also: Stan­dar­di­siert.

An ande­rer Stel­le ist es mir auch auf­ge­fal­len. Ich mache ja eini­ges mit Clau­de Code, und das nutzt ja diver­se exter­ne Tools. Und offen­sicht­lich hat jemand star­ke Mei­nun­gen dar­über, wel­che Tools man ver­wen­det, wenn man Soft­ware ent­wi­ckelt. Gut, wenn man als Anwen­der damit über­ein­stimmt – nicht so gut, wenn man das nicht tut. Ich ver­wen­de sehr viel lie­ber Mer­cu­ri­al als git, Clau­de sieht das anders. Und auch wenn ich eine glo­ba­le Regel habe, dass unse­re Pro­jek­te Mer­cu­ri­al und nicht git ver­wen­den, so sind mitt­ler­wei­le genug ande­re Skills auf git aus­ge­legt, und auf die Din­ge, wie man git ver­wen­det. Und mit ver­schie­de­nen Updates kom­men da wei­te­re Details dazu, an denen man sieht, dass der Pro­zess von git aus gedacht ist, auch wenn es bei mir auf dem Rech­ner mit hg durch­ge­führt wird. Und nach­dem man nie so genau weiß, wann Anthro­pic Updates los­schickt und was sich mit denen so ändert, gehe ich davon aus, dass sich das nur noch wei­ter in die­se Rich­tung entwickelt.

Hier fin­det also auch eine Stan­dar­di­sie­rung statt: wie der Pro­zess von Soft­ware­ent­wick­lung lau­fen soll. Denn: es macht immer und immer wie­der Arbeit, die­se eige­nen Prä­fe­ren­zen im Sys­tem zu ver­drah­ten – und ich kann mir gut vor­stel­len, dass man irgend­wann denkt: Okay, dann halt so und sich auf den rei­bungs­lo­se­ren Pro­zess ein­lässt. Und damit wird auch da etwas gleich­för­mi­ger, auch da wird etwas standardisiert.

Hier stellt sich mir aber eine Fra­ge: wol­len wir das, am Mikro- wie am Makro-Level? Und wenn wir es nicht wol­len, wie sehen denn die Alter­na­ti­ven aus? Klar, für mich selbst kann ich sor­gen, aber trotz­dem haben die Ent­schei­dun­gen von Anthro­pic hier eine sehr, sehr hohe Reich­wei­te. Die von Ope­nAI natür­lich auch; die von Mis­tral im Ver­gleich dazu nicht so sehr.

Was denkst du? Braucht es Benut­zer­ver­tre­tun­gen, die gegen­über den AI-Unter­neh­men in einer Posi­ti­on sind, da in ein ernst­haf­tes Gespräch zu kom­men? Oder fin­dest Du das kein Problem?

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