Jobgipfel Aluminium

Gut, ein nur mehr geschäfts­füh­ren­der Kanz­ler muss wahr­schein­lich klei­ne­re Bröt­chen backen, aber bit­te: Wegen 800 Arbeits­plät­zen inter­ve­nie­ren jetzt schon drei Minis­ter­prä­si­den­ten und der Bun­des­kanz­ler beim nor­we­gi­schen Mut­ter­haus der Alu­mi­ni­um­öfen? Es ist ja schon bit­ter, dass man dies­mal nicht die bösen ame­ri­ka­ni­schen Hedge-Fonds ver­ant­wort­lich machen kann, son­dern ein euro­päi­sches Unter­neh­men hin­ter den Ent­las­sun­gen steht (und das, wo sie doch hier sogar schwar­ze Zah­len schrei­ben!).

Nicht falsch ver­ste­hen: Natür­lich ist es für die nun bald Arbeits­lo­sen und deren Fami­li­en kein ein­fa­ches Schick­sal, ins­be­son­de­re da ihre Fähig­kei­ten und Fer­tig­kei­ten am Arbeits­markt wohl auch nicht mehr so schnell gefragt sein wer­den. Aber, wenn man sich der Sta­tis­ti­ken über die Arbeits­platz­ver­nich­tung erin­nert, die im Wahl­kampf so ger­ne als Argu­ment ver­wen­det wur­den, dann sind doch die­se 800 Arbeits­plät­ze jetzt nicht gera­de eine Grö­ßen­ord­nung, die so unge­wöhn­lich ist. Und das noch in einer Indus­trie, deren Umwelt­bi­lanz nicht so rich­tig gut aus­fällt; der man also durch­aus kri­tisch gegen­über ste­hen kann.

Aber … drei Minis­ter­prä­si­den­ten und der Bun­des­kanz­ler? Und das gan­ze dann auch noch in den Nach­rich­ten?

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