Alle Beiträge von K. Neuwirth

Beim Namen genommen

Wenn es sich bei der Bewegung tatsächlich um Patriotische Europäer handelt, denen es um ihre europäischen Mitmenschen geht, dann müsste folgendes Gedankenexperiment doch positiv ausgehen:

Wie sieht es aus mit der Unterstützung und Solidarität für die Generation arbeitsloser junger Griechinnen und Griechen? Wie ist das mit Albanern, oder hoffnungslosen Menschen aus Bosnien und Herzegowina? Wie sehr sind sie davon überzeugt, dass Bulgaren und Rumänen wertvolle Mitglieder der Gesellschaft werden, wenn sie einwandern? (Was das übrigens für die Gesellschaften in Bulgarien und Rumänien bedeutet, wenn jetzt gut ausgebildete Menschen in andere Volkswirtschaften strömen, weil sie dort mehr Verdienst zu erwarten haben, ist eine andere Frage.) Oder, um bei gut katholischen Beispielen zu bleiben: Wie sieht es damit aus, Spanier und Portugiesen aufzunehmen — oder Menschen aus Nordirland? Denn, nach der Begriffsbestimmung von patriotischen Europäern müssten das ja alles Gruppen sein, die sich unserer Unterstützung sicher sein könnten.

Ich verstehe es nicht.

Da haben die Kommunen die Aufgabe, sich um Flüchtlinge und Asylbewerber zu kümmern und ihnen menschenwürdige Unterkünfte bereitzustellen. Da sie das aber angeblich selbst nicht können, werden private (gewinnorientierte) Unternehmen beschäftigt, die ihrerseits nochmals auf diverse Subunternehmen zurückgreifen.
Müllabfuhr können die Städte selbst bewerkstelligen. Öffentlichen Verkehr auch. Aber das mit den Wohnheimen geht nicht? Woher kommt denn das Geld für die privaten Unternehmen und warum ist das die attraktivere Wahl?

Zur Google-Debatte

Die aktuell gerade wieder durch einen Artikel im The European in den Vordergrund der Netzdebatte geholte Diskussion um die Regulierung oder Nichtregulierung von Google innerhalb der EU oder innerhalb Deutschlands — ich halte sie für eine Scheindebatte.

Einerseits muss den deutschen Politikern, die sich daran beteiligen, klar sein, dass sie keinen nennenswerten Einfluss auf die Kernprodukte von Google haben. Weder wird Google den Algorithmus offenlegen, noch ist eine Zerschlagung etwas, das tatsächlich durchsetzbar wäre. Und ich halte keinen der beteiligten Menschen für so ungebildet und politisch naiv, das nicht vollständig verstanden zu haben.

Ich finde es viel interessanter zu fragen, warum diese Debatte trotzdem geführt wird. Und welche eigentlichen Fragen da ausgetragen werden. Ich halte es für plausibel, das hier eine Kulisse für andere, bereits seit längerem beabsichtigte Veränderungen gibt – ich habe aber kein Bild davon, worum es geht. Und nicht zuletzt denke ich, dass sich einige Politiker einen Image-Transfer erhoffen: wenn Politiker gegen die Datensammelwut und den „Missbrauch“ der Daten durch Google auftreten, dann werden sie sich doch auch in anderen Gebieten um unsere Daten bemühen, nicht? Und nicht zuletzt ist in Frage Datenschutz die Sammelwut der Staaten oft genug und fest genug mit dem Geschäftsgebaren von Unternehmen vermischt wurden, sodass bei Menschen, denen die Datenthematik nicht das wichtigste politische Anliegen sind, da wahrscheinlich auch keine scharfe Trennung gegenwärtig ist. Es geht also, in meinen Augen, ein bisschen auch um die Frage der Überwachung durch Geheimdienste.

Und wie jetzt damit umgehen? In meinen Augen sollten wir danach suchen, was die nicht kommunizierten Ziele der Debatte sind. Und welche Änderungen welche Interessengruppe denn der Regierung (oder der SPD oder der Union oder wem auch immer) schon lange genug schmackhaft macht. Und dann können wir uns überlegen, wie wir die gestellte Frage beantworten.

My take on app.net

As a fairly prolific poster and emotionally invested participant in app.net who is not immune to the emotional turmoil that has developed since the State of the Union posting, but particularly over the last few days, I want to share my personal perspective on the development of app.net and a few thoughts that I have regarding projects set up to be a successor-in-spirit of sorts.
As these things go, these observations are purely my own. I am acutely aware that I only have the limited perspective of a regular user. I know nothing about the internal dealings of app.net’s founders, their relationship to investors and those parties priorities. I try to not make assumptions about them, but I might be failing at that in a few points.

The original outlook of having an alternative to Twitter – a product in many ways aligned more with ideals of one who grew up in an Internet that was not primarily driven by a quest for ad revenue – was so promising I backed the original crowdfunding drive fairly quickly. As soon as I had access to the system, I fairly quickly spent less and less time on Twitter and more and more time on the microblog that was app.net at that time. New clients emerged, people put in time and energy to support a growing infrastructure. It was fun to be there. But not long after the project took of, the first high-profile personalities left the network: @gruber and @marco, and a few others. The first clients got abandoned: moApp and appetizer – their authors also leaving the network behind. But that didn’t change the tone of the network. Stuff still happened, the network still felt mostly like being built up and being maintained.

But over time, things changed. Suddenly, we heard that Microblogging was not the primary focus of app.net. Rather, it was about infrastructure and providing plumbing to other, novel applications that were not about microblogging. Tentative steps were taken in that direction, and a few apps did show up. Also, development happened around the microblogging service that took it entirely new places: Patter, Treeview – all stuff that simply was not possible with Twitter. Stuff thought up and implemented by independent developers, but dependent on the stuff app.net provides – and the microblogging component .But the official line of founders continued to be that the microblogging stuff was only a showcase application of the actual product, the infrastructure. Often-requested features on that side were not implemented; a few things in the API remain in a less-than-ideal state until today.

What app.net did to encourage new products to take them up for their offerings, how they spoke to developers who might have had an interest in integrating app.net in their stuff I don’t know. And while there were new applications integrating app.net in their offerings (Sunlit and Momento come to mind), it appears that they were more geared towards those users who already were on app.net instead of bringing in new users who would also pay for their usage of app.net.

And as a developer, I remain unconvinced of integrating app.net in products. I do not see a benefit of using that infrastructure over using my own. The user base is not large enough to be interesting as a potential target audience; and I would essentially be bringing another company customers. Why would I not want to have that money come in to my own company? And I know for sure I am not the only one who sees things that way.

But what the shifting focus of the app.net team also meant that there no longer was community management. The culture degraded; and while many noticed and drew their own conclusions, no changes were instituted to work against that. There were no role models or mediators; things just went downhill. But not looking at the community seems to have been intentional: no structures were put in place to help tend the community; no resources were invested in making sure that the positive culture of the early days was encouraged.

What I personally take away from this? If you have a product, it pays off to have a clear, easily-communicable value proposition. I do not see that in app.net’s case. If you start building a community, you have to make sure you have the resources to work with the community and to shape it the way you want. And if you want your communications channel to be used by more than a very specific segment of the population, you need to make sure that diversity happens, because only then are enough topics apparent enough that new people coming in will find ways to connect. Just withdrawing and focussing purely on technical aspects is – to me! – not the way that makes an endeavor like that succeed. Do I think it’s easy? No, not at all. Encouraging good communication habits, setting good examples for new and old users is very hard work to get right. But I see little alternatives to make an open network work.

 

 

Geweiteter Horizont

#Aufschrei. Das war vor ein paar Monaten – gut, es ist jetzt schon über ein Jahr her – auf Twitter ein sehr beeindruckendes Phänomen. Es hat auf eindringliche Weise illustriert, wie sehr Frauen von Männern belästigt werden. Es hat erfahrbar gemacht, dass es sich nicht um Einzelfälle handelt, sondern eben ein kulturelles Phänomen ist.

Ich selbst habe dadurch einen deutlich veränderten Blick – mir hat #Aufschrei ermöglicht, diese Kultur besser zu verstehen. Es hat mir aufgezeigt, dass mein eigenes Empfinden, ja doch sensibel und aufgeklärt zu sein, nicht wirklich gerechtfertigt war. Meine Überraschung ob dem, was ich da alles zu lesen bekam, war ein deutliches Zeichen, dass ich eben doch sehr viel von dem, was rund um mich passiert, nicht mitbekomme oder in größeren Zusammenhängen verstehe.

Nun, mit etwas Abstand, können wir uns vielleicht die Frage stellen, wo wir noch genau solchen kulturellen Phänomenen aufsitzen. Wo wir Meinungen haben, ohne genug der Fakten zu kennen oder mit den Betroffenen überhaupt gesprochen zu haben.

In so vielen Diskussionen habe ich in letzter Zeit den Eindruck, dass die Positionen so stark von der persönlichen Lebenswelt geprägt sind, ohne dass sich Diskutanten überhaupt vorstellen können, dass man auch einen anderen Blick haben kann. So kann ich mir gut vorstellen, dass Berufspolitiker ein anderes Gefühl der Bedrohung erleben und daher ihre Perspektive auf das Sicherheits- und Polizeiwesen eine deutlich andere ist als das von Menschen, die nicht so exponiert leben. Oder die Frage, was Menschen dazu bringen kann, Drogen zu nehmen oder extremistische Positionen einzunehmen.

Was helfen kann? Zum einen gute Möglichkeiten, eben genau die Perspektive der anderen einzunehmen. Das kann guter Journalismus sein, der einem diese Optionen gibt – aber auch gute Literatur oder emphatisch gezeichnete Charaktere in Filmen. Was es aber auf jeden Fall braucht ist die Bereitschaft, den anderen Menschen zuzutrauen, ihre Entscheidungen sinnvoll zu treffen und ihr Verhalten so auszurichten, wie es ihnen adäquat auf die Gegebenheiten ihres Lebens erscheint. Das heisst: andere Menschen ernst zu nehmen, und mit einem freundlichen Blick und einem offenen Geist auf sie zuzugehen. Sich selbst zurückzunehmen, und mit Fragen zu kommen anstatt mit Antworten. Aber genau das ist wohl der schwierigste Teil an der ganzen Aufgabe.

Get lost, Google.

OK Google.

That is what your phone and your Google browser soon will react to. Any time. I’m not even going to go into the details of how I strongly I oppose this from a privacy viewpoint – because at a point in the not so distant future, I will be surrounded by active microphones wherever I go, even if my personal telephone is not all ears.

I dislike the idea of starting a conversation – even if it is a rudimentary one – with the words “OK Google”. I feel that it is wrong on a number of counts.

  1. Who is this „Google“ you talk to? It’s a nebulous entity. Do they really want you to think that you’re addressing all of the company, with just one statement? Do they want you to feel that with just one command, the many thousands of employees are at your beck and call? Or is Google – the company – trying to do away with differentiation, different products and have just one identifier? Or is it supposed to be a virtual assistant, able to get at all data their systems have about your habits, your calendar, your friends and your interests,  that just happens to have the same name?
  2. Emotional connection. I feel that in part, using their brand here is supposed to forge an emotional connection between you and the company. To me, this is a kind of manipulation that I am not at all happy to see. They could use any other word „OK, Phone“, „OK, Search engine“ – anything. But no, it has to be Google, their name.

 

Around a table.

I’ve recently started reading Creativity, Inc by Ed Catmull. I’m not very far in yet, but in the first few pages, there was an anecdote that spoke rather deeply to me.

Catmull tells us of a table in a meeting room (West One) that was fundamentally incompatible with Pixar culture, in unexpected ways. It was narrow and long, forcing people to sit in neat rows opposite one another. And as that means it’s not entirely easy to communicate, they also had place cards, putting the higher-ups in the middle so that they could hear everyone.

The further out a person sat on the table, the less likely they were part of the conversation, because it was harder to hear everything and be heard.

Part of the problem, he continues to explain, was that the people sitting in the center did not even realize that there was a problem: they could hear everything. They thought they knew what everyone was up to and doing.

I see this as a very, very handy metaphor to explain the problem of structural disadvantages in general. Those in the middle, those in the positions of power do not see anything wrong, because for them, nothing is. And how could it be different for anyone else? Isn’t everyone seated at the very same table? And why should they be giving up their seat – everyone’s the same around this table, are they not?

So fights start, to get from the outside of the seating order more to the center; and people start expending energies into fights that distract from what the actual, general agenda is. And suddenly, it is more about being heard than what you have to say.

The solution Pixar finally realized it had to apply? They got a new table, a new seat layout. That put everyone in a position to equally be communicating with all the others.

Maybe it also is time that we examined how we could generally leave behind our old sitting order.

Das Telefonat der Julia T.

Lasst uns zusammenfassen: wir wissen nicht mal genau, mit wem sie dieses Telefonat geführt hat. Unter welchen Umständen, oder zu welchem Zeitpunkt. Wie ihr Tag davor war, wie sie sich fühlte (wenn ich mich richtig erinnere, hatte sie einen schweren Bandscheibenvorfall und deshalb schon ein paar Jahre Schmerzen), wie sehr das Telefonat sich vorher schon aufgeheizt hatte und welche Dynamik die Beziehung der Menschen am Telefon hatte.

Und dann sollen wir uns über zwei, drei Sätze aus dem Telefonat ernsthaft unterhalten? Ob das nun die eigentliche persönliche  Meinung der Frau zum Ausdruck bringe und in welcher Weise sie sich da jetzt politisch disqualifiziert habe?

Lasst uns doch eher darauf sehen, wer denn Interesse hat, diese Form der Öffentlichkeit zu forcieren. Oder uns fragen, warum es diese Mitschnitte überhaupt gibt und in welche Weise es legitim ist, so etwas zu veröffentlichen. Und wenn es nicht legitim ist, dann sollten wir dem Thema tunlichst nicht noch mehr Öffentlichkeit verschaffen.

Das, was wir da sehen ist allerfeinste Propaganda. Ich finde, dass gerade die Entwicklungen des letzten Jahres sehr gut zeigen, welche Dynamiken gerade in der politischen Öffentlichkeit so wirken. Ich verstehe nur nicht, warum die Presse jetzt immer noch so mitspielt.

Zur Spendenbereitschaft der Steuerhinterziehenden

Natürlich ging es mir anlässlich des Falles Ulrich H. aus M. durch den Kopf, es gilt natürlich allgemeiner.

Wenn diese Herrschaften so sagen, dass sie doch keine Sozialschmarotzer sind, oder keine asozialen Typen, und dann ihre Spendenbereitschaft als Argument ins Feld führen, so ist die meine persönliche Antwort darauf: Wohl. Sind sie doch, und zwar sowohl das eine als auch das andere.

Asozial sind sie, weil sie meinen, dass das von ihnen erarbeitete Geld nur genau an den Stellen einer eingeschränkten Allgemeinheit zu Gute kommen soll, wo sie das für richtig empfinden. Sie entziehen es also der allgemeinen Verfügungsmasse, bei der ein gesamtgesellschaftlicher Konsens zur Verwendung stattgefunden hat – denn das ist es, was die Politik ja mit den Steuern macht. Es ist aber keine Option, dass man als Staatsbürger so alleine entscheidet, wie die Mitteln zu verteilen sind. Dieses Verhalten ist asozial.

Sozialschmarotzer sind sie, weil durch ihre Steuerhinterziehung der Allgemeinheit schlicht weniger Geld zur Verfügung steht. Die Aufgaben der Gemeinschaft werden ja nicht weniger, nur weil da manche Leute beschlossen haben, bessere Verwendungen für ihr Geld zu haben, als Steuern zu zahlen. (Das ist übrigens auch eine Begründung, die die katholische Kirche in Köln für ein „Steuersparmodell“ bei einem Immobilienerwerb benützt hat.) Das heisst in der Konsequenz, dass andere Menschen mehr Steuern zahlen müssen, weil sich da Leute fein raushalten. Und das ist es, warum auch der Begriff Sozialschmarotzer passt.

Nur, falls noch mal jemand fragt. 🙂

Überwachungsfrei

Es ist schon seit ein paar Wochen so, aber ich habe es noch nicht öffentlich gemacht: dieser Blog läuft jetzt vollständig ohne User Tracking. Also, vielleicht gibt es noch irgendwelche Wege, die WordPress intern nutzt und die ich noch nicht gesehen habe. Aber alles, was so JetPack, Google Analytics, sonstige Tracker sind, habe ich entfernt. Damit habe ich zwar keine Idee mehr, wer meinen Blog so liest, woher ihr so kommt und wie viele ihr so seid, aber dass lässt mir dafür auch mehr den Raum, mich auf meine Gedanken und mein Schreiben zu konzentrieren. Klingt für mich nach einem guten Tausch.

Dear internet.

Some words of wisdom to you and particularly me:

It is not the critic who counts; not the man who points out how the strong man stumbles, or where the doer of deeds could have done them better. The credit belongs to the man who is actually in the arena, whose face is marred by dust and sweat and blood; who strives valiantly; who errs, who comes short again and again, because there is no effort without error and shortcoming; but who does actually strive to do the deeds; who knows great enthusiasms, the great devotions; who spends himself in a worthy cause; who at the best knows in the end the triumph of high achievement, and who at the worst, if he fails, at least fails while daring greatly, so that his place shall never be with those cold and timid souls who neither know victory nor defeat.

Theodore Roosevelt.

Life changing … 

No, I would not describe any of the Macintoshes I used or owned as life changing. My course of life was too much directed towards professional geekdom; my interests had always been aligned with that stuff so that I would not call any single of the computers I had life changing.

The first Mac I ever had the fun of having on my desk was one of the very early models, and I must have been around eleven or so. My dad had gotten it on loan from Apple Austria for a while, and I got to play with it. I fondly remember the sound that the disk drives made on ejecting the disks – and I remember my hunting for paper clips to get disks out once the eject function did not really work anymore.

I remember owning a Mac emulator for one of my Amigas, and even a hardware interface so that I could connect an external Mac floppy to the Amiga. But that never really worked so well.

The first Mac I owned in a while was a Powerbook 170 – anybody remember laptops with monochrome displays? I bought it because I had wanted to install NetBSD on it, but I never got around doing that. Part of the reason was because at the time I had an interest in that, the video card in that laptop was not really supported well enough and the only option to use NetBSD on said laptop was via serial console, which sort of made having a laptop pointless. Another part was that there was no built-in ethernet, and the external solution I had was also in no way supported by NetBSD, so this would have made me the owner of a very, very solitary NetBSD system.

I sold the MacBook to a friend who used it for DTP on the road for a while; I don’t really know what he did with it.

After those months with the Powerbook, I got hold of a used NeXT cube, for which I later also bought the NeXTDimension board. That was quite a fun machine to have, and it served as my work horse for a good number of years. I still keep it around for nostalgic reasons, but am rather certain it no longer boots.

At the same time, my sister had a Performa Mac that she made still frame animations with, and probably quite a number of other things.

All the fond remembrances of Macintosh computers of the past ages must not let us forget that Apple did produce a number of crappy products. They let their Operating System fall behind tremendously before they switched to what earlier had been NextStep; they had a chaotic product policy before Steve Jobs returned and I’m sure most of us remember just how close they came to bankruptcy in their bad days.

But where Apple shines is putting the focus not on technical aspects or just the data of their machines; in how they present things to the world, it always is about the things you can do with them, the new worlds that are available to you, the features you can accomplish with just the right tools (which happen to run on Apple products) and your talents. This is what sets them apart; that in everything, they see the stuff the produce as a means to an end. Or at least they want us to believe that.

And on that note, happy birthday, Macintosh.

Perspektivenkorrektur

Gestern ist mir ein Video untergekommen, das ich auch auf jeden Fall mit Euch teilen muss. Es geht mir schon den ganzen Tag nicht aus dem Sinn. Und letztlich fasst es auf unglaubliche Weise einen Aspekt zusammen, was in unserer Welt so total schief läuft.

Es geht um die Verteilung von Reichtum in den USA – wie die Menschen es empfinden, und wie es tatsächlich ist.

Vermögensverteilung – der ungerecht verteilte Reichtum der USA

Alle Jahre wieder … 

Auch dieses Jahr gibt es wieder ein Dschungelcamp, und auch dieses Jahr findet sich wieder ein Politiker, der er so gerne verbieten möchte. Dieses mal ist es Hauke Jagau von der SPD. Ironischerweise fordert er es in der BILD, also jener Zeitung, die schon seit Wochen genau jenes Format behyped, um das es da geht. Ich bin mir recht sicher, dass es hier sicher auch darum gehen wird, den eigenen Namen bekannter zu machen. Da eben genau jenes Format von RTL derzeit so viel mediale Aufmerksamkeit genießt (selbst das öffentlich-rechtliche Fernsehen schenkt der Werbung für das Programm erstaunlich viele Sendeminuten) ist das dafür auch ein probates Mittel.

Wenn man das Statement inhaltlich aber ernst nimmt, ist es eine Bankrotterklärung für die Politik der SPD. Denn: warum macht RTL denn so ein „menschenverachtendes Format“?

Weil es funktioniert.

Die Zuschauer schalten ein. Die Quote der Sendungen ist enorm, die Werbezeiten sind sicher dementsprechend teuer. Das heisst aber, dass die Menschen eben genau zusehen wollen, wie sich da ein paar mehr oder wenig prominente Fernseh-Akteuere bei den profansten Dingen filmen lassen.

Wenn es jemand innerhalb der SPD ernst meinte damit, solche Formate unmöglich zu machen, dann heisst das doch: es muss ihr daran gelegen sein, die Bildung und vor allem ethische Bildung der Menschen zu stärken. Das heisst, es müsste eine Priorität der Politik werden, unser Bildungssystem mit Ressourcen auszustatten, aber auch mit den Mitteln, eben einen ersthaften Ethik-Untericht anzubieten.

Denn: es mangelt ja nicht an Alternativen. Es gibt genug andere Sender, die zeitgleich zu den Sendungen aus dem australischen Dschungel andere Formate, andere Inhalte anbieten. Ja, man kann sogar den Fernseher ausgeschaltet lassen und sich mit anderen Dingen auseinandersetzen. Aber: die sind eben nicht attraktiv. Und das liegt daran, woran die Menschen Vergnügen finden.

Dieses Vergnügen daran wird ihnen auch nicht vergehen, wenn das Format verboten ist. Aber wenn sie sich vor Augen führen, wozu sie da gerade die Akteure verführen – vielleicht wird das Interesse dann geringer.

Also: nicht das Dschungelcamp verbieten. So viel in die Menschen investieren, dass es die Zuseher einfach nicht mehr interessiert.

Die USA und der Rest der Welt

Die Amerikaner hätten sie verraten, klagt der BND. Man hatte zuerst auf ein schnelles Ende der Verhandlungen gehofft – aber es scheint nun darauf hinauszulaufen, dass es kein “No Spy”-Abkommen mit den USA geben wird. Ja mehr noch, die USA geben nicht mal Einblick in ihre Spionagetätigkeit gegen deutsche Spitzenpolitiker.

Die Übernahme der Anteile von General Motors an Opel durch die Bundesrepublik Deutschland. Die Verhandlungen um internationale Urheberrechts-Abkommen. Das Kyoto-Protokoll. Die Verantwortlichkeit über ICANN. Swift. Das Flugdatenabkommen. Die Liste lässt sich wohl ziemlich lange fortsetzen.

Aus genau welchem Grund kommt es jetzt unerwartet, dass die USA kein Interesse an einem solchen Abkommen hat? Welche Vorteile könnten ihnen daraus erwachsen?

Luhmann on trust and manipulation

Describing manipulation as an actor in a system of trust

But this only causes the suspicion of manipulation to become universal, thus becoming independent of confirmation or refutation of individual cases. Trust can only be preserved if it finds a form that can live with that suspicion, that is immune against it.

Niklas Luhmann: Vertrauen

Über Offenlegung und Vertrauen

[…] Aber damit wird nur bewirkt, dass der Verdacht auf Manipulation universell wird und sich dadurch von Bestätigungen oder Widerlegungen im Einzelfall unabhängig macht. Vertrauen läßt sich nur dann erhalten, wenn es eine Form findet, in der es mit diesem Verdacht leben kann und gegen ihn immun wird.

aus Niklas Luhmann: Vertrauen.

Grundsätzliche Überlegungen.

Wenn wir annehmen, dass Geheimdienste immer weiter spionieren werden und alle Formen der elektronischen Kommunikation in dem Maße überwachen, das technisch möglich ist – egal, in welcher Weise Gesetze sie zu beschränken versuchen. Wenn wir weiterhin annehmen, dass wir nicht mal legislativen Einfluss auf die überwiegende Anzahl an Geheimdiensten haben, da sie Institutionen anderer Staaten sind. Wenn wir zusätzlich noch annehmen, dass die Geheimdienste auch noch die Aufsicht, die in manchen Staaten die Legislative auszuüben berechtigt ist, als ihren Gegner auffassen und ihr Möglichstes tun, ihre tatsächlichen Aktivitäten zu verschleiern und die eigentlich Befugten auch absichtlich im Dunkeln lassen – ja, welche Mittel haben wir denn dann überhaupt, die Situation der Welt zu verbessern?