Verifikation

Das ist eine Geschich­te, die mir vor Jah­ren ein Soft­ware­ent­wick­ler erzählt hat, der in der Gemein­schaft der Gre­go­ri­an Fri­ars lebt.

Einer sei­ner Freun­de hat an einem klei­nen Col­lege in Mathe­ma­tik pro­mo­viert. Er hat über eine Men­ge mit eini­gen sehr span­nen­den Eigen­schaf­ten geforscht und wirk­lich inter­es­san­te Din­ge über sie her­aus­ge­fun­den. Er hat­te das Gefühl, end­lich fer­tig zu sein, reich­te die Arbeit ein und muss­te sie, wie das so Usus ist, ver­tei­di­gen. Da es ein klei­nes Col­lege war, geschah das vor dem gesam­ten Kol­le­gi­um der Professor:innen. Man folg­te sei­nen Aus­füh­run­gen gespannt, und dann kam es an die Zeit, Fra­gen zu stel­len. Ein Phy­sik-Pro­fes­sor lob­te ihn und sag­te, ob er denn auch noch eben bewei­sen kön­ne, dass es die­se Men­ge tat­säch­lich gibt.

Na klar, sag­te er, aber jetzt nicht so direkt aus dem Stand. Man ver­ab­re­de­te sich für ein paar Tage spä­ter, um das Kol­lo­qui­um fort­zu­set­zen, damit er dann sei­nen Beweis nach­rei­chen könne.

Und dann kamen die schreck­lichs­ten Tage sei­nes Lebens. Auch Alko­hol war invol­viert — denn der jun­ge Mann stell­te fest, dass es nur eine ein­zi­ge Men­ge gibt, die sei­nen Bedin­gun­gen genügt: die lee­re Men­ge. Und so hat er jah­re­lang wun­der­ba­re Eigen­schaf­ten der lee­ren Men­ge erforscht …

Wenig über­ra­schend blieb er unpromoviert.


Beitrag veröffentlicht

in

von

Schlagwörter:

Kommentare

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert