Kategorie: General

  • Orte.

    Es gibt Orte, die wer­den zu einer Chif­fre für das, was dort pas­siert ist. Ein­fach, weil es so außer­halb unse­rer Nor­ma­li­tät ist, so jen­seits des­sen, was wir als das anneh­men, das eben über­all pas­sie­ren könn­te, dass der Orts­na­me dafür ste­hen muss – alle ande­ren, die dort leben, in Gei­sel­haft nehmend. Seit letz­ter Woche hat Öster­reich…

  • AI-Zukunft

    Nicht nur bei den Fron­tier Models ist die Ent­wick­lung wirk­lich atem­be­rau­bend, auch bei den loka­len Model­len tut sich Beein­dru­cken­des. GPUs für den eige­nen Rech­ner sind ja schon seit eini­ger Zeit gro­ßes The­ma – auch in die­sem Markt ist Dyna­mik. Selbst genug Lap­tops wer­ben damit, dass AI-capa­ble Pro­zes­so­ren ver­baut sind. Mei­ne The­se ist, dass wir in den…

  • Technologiekritik

    Wer pri­mär Tech­no­lo­gie kri­ti­siert – wie jetzt gera­de wie­der Bill Gates – greift zu kurz. Tech­no­lo­gie ent­steht nicht im luft­lee­ren Raum, und ihre Ver­brei­tung ist noch viel weni­ger eine Not­wen­dig­keit oder ein Natur­ge­setz. Und letzt­lich gibt Mr. Gates das in sei­ner Aus­sa­ge ja auch direkt zu erken­nen; er möch­te, dass die Ver­brei­tung gebremst wird. Aber:…

  • Verantwortung und AI

    Ein Aspekt, der in der Dis­kus­si­on um den Ein­satz von GenAI in mei­nen Augen zu wenig vor­kommt ist ein Gesell­schaft­li­cher bzw. Kul­tu­rel­ler: AI und Verantwortung. Wir sehen es bei den Anbie­tern von AI selbst: als der Cyber­si­cher­heits­vor­fall bei Hug­ging­face öffent­lich wur­de, war die öffent­li­che Posi­ti­on von Ope­nAI, dass ihr Modell etwas getan habe. Und damit…

  • Menschliche Aktivitäten

    Ges­tern schrieb ich ja davon, wie ich E‑Mails selbst lese und selbst dar­auf reagie­re. Und wie ich das für anstän­di­gen Umgang mit ein­an­der halte. Genau­so sind die Tex­te, die ich hier – aktu­ell täg­lich – schrei­be alle nur von Hand geschrie­ben, ohne irgend­ein Invol­vement von AI. Ich bemü­he mich sehr, das bei allen Tex­ten so zu…

  • Zurück

    Aus dem Urlaub zurück. Sta­pel abtra­gen. Was davon wür­dest Du der AI übertragen? Ich: nichts. Mei­ne E‑Mail lese ich selbst, mei­ne Ein­trä­ge im Kalen­der mache ich selbst, auch die Sachen, die wei­ter­ge­lei­tet wer­den müs­sen, das mache ich. Ich habe kei­ne elek­tro­ni­sche Assis­tenz. Was an mich per­sön­lich gerich­tet ist – selbst, wenn es per E‑Mail ist…

  • Kultur

    In den letz­ten Tagen war ja hier in Aachen die Reit-WM. Und die zum Anlass neh­mend hat die Stadt Aachen gemein­sam mit MAC, dem Märk­te- und Akti­ons­kreis City e.V. ein tol­les Pro­gramm auf­ge­legt. Was man so hört, wur­de auch signi­fi­kant Geld in die Hand genom­men, und das sah man: wirk­lich schö­ne Acts, eine gut zusam­men­ge­stell­te…

  • mAnIpulation

    Der Dia­log mit ChatGPT, Clau­de (Code), Codex, Copi­lot und wie sie alle hei­ßen ist not­wen­dig mani­pu­la­tiv. Das Gegen­über ist so desi­gned und imple­men­tiert, dass es Emo­tio­nen bei den Benutzer*innen her­vor­ruft – Men­schen im Dia­log funk­tio­nie­ren so (mit nur sehr, sehr weni­gen Aus­nah­men). Es gehört übri­gens mit zur Per­spek­tiv­ein­schrän­kung von als Män­nern sozia­li­sier­ten Wesen, dass sie…

  • Mit AI reden

    Was macht aus, ob man Arbeit ger­ne macht? Da gibt es vie­le Fak­to­ren, aber ein sehr wesent­li­cher ist das Gefühl der Selbst­wirk­sam­keit: wann neh­me ich wahr, dass das, was ich tue, auch einen Effekt hat – bzw. wie viel Ener­gie muss ich dafür auf­wen­den, um etwas zu erreichen. Ich glau­be, dass die dia­log­ori­en­tier­ten Chat­sys­te­me, die…

  • Gefühle beim Programmieren

    Für mich gehört zu den wesent­li­chen emo­tio­na­len Momen­ten, dass auf eine gewis­se Wei­se Pro­gram­mie­ren immer ein Spie­gel ist: es geht dar­um, was ich selbst ver­ste­he, was ich selbst kann, wo ich Feh­ler mache oder die­se Feh­ler behe­ben kann. Natür­lich bewegt es sich in einem Kon­text, der auch mit ande­ren zu tun hat: ganz vie­les ist…

  • Verspätete Sonntagsrede

    Ich bin ja gera­de unweit von Calais an der fran­zö­si­schen Küs­te, und hier ist es schon recht nett. Es ist aber beein­dru­ckend, wie prä­sent der zwei­te Welt­krieg hier noch ist. Und auch bei den gan­zen Mel­dun­gen aus den Groß­brän­den in Deutsch­land und Bel­gi­en, immer wie­der Nach­rich­ten, dass es ob des Kriegs­ma­te­ri­als aus dem zwei­ten Welt­krieg…

  • Der sehr deutsche Impuls, alles richtig machen zu wollen.

    In Deutsch­land ist es sehr wich­tig, Din­ge rich­tig zu machen. Die Vor­ga­ben rich­tig zu erfül­len; beim Aus­ma­len nicht aus den Lini­en raus­zu­fah­ren. In der Regel gibt es min­des­tens einen Weg, etwas rich­tig zu machen, und der soll­te dann auch ein­ge­hal­ten werden. In vie­len Berei­chen ist das im All­tag sehr prak­tisch. Dass es gere­gelt ist, wel­che…

  • Nachteile des Laptop-Lebens

    Eigent­lich bin ich ja über­zeug­ter Nut­zer eines Lap­tops. Ich habe sowohl im Büro als auch zuhau­se jeweils einen ordent­li­chen Moni­tor, eine Docking Sta­ti­on und damit alles, was ich so als Arbeits­um­ge­bung brau­che, fix ver­ka­belt fer­tig. Ich habe alle mei­ne Pro­jek­te, mei­ne gan­zen Daten immer mit dabei, ich habe an bei­den Orten auto­ma­ti­sche Back­ups – es…

  • Not All Men. (But always a man.)

    Män­ner, die „not all men“ für eine sinn­vol­le, ja not­wen­di­ge Replik auf Schil­de­run­gen von Gewalt von Män­nern gegen Frau­en hal­ten, sind auf jeden Fall Teil des Pro­blems, denn wenn man ihre Posi­ti­on, dass man auf ihre leicht kränk­ba­re Psy­che in jeder For­mu­lie­rung, in jeden Pos­ting Rück­sicht neh­men muss, dann sind wir bei genau der Hal­tung,…

  • Side effects of my Zettelkasten

    A few years ago, I star­ted a Zet­tel­kas­ten. I had been gathe­ring notes on various sub­jects, always with the ulti­ma­te goal of wri­ting – artic­les, essays, books. The idea of not just having stacks of notes, but rather a some­what sys­te­ma­tic approach was quite appe­al­ing: the idea of fin­ding things I had writ­ten befo­re does…

  • Lokalpolitik: Vierter Akt

    Ihr habt Euch doch sicher schon alle vor­ge­freut und gefragt, wann es denn soweit ist. Heu­te! Heu­te geht es weiter! Auf Face­book haben jetzt die Grü­nen Aachen und die Frak­ti­on der Lin­ken in Aachen auch auf das The­ma gesetzt, im grund­sätz­li­chen Tenor mei­nem Arti­kel sehr ähn­lich. Sind ja auch ein­fach die kla­ren Ritua­le der Lokalpolitik. …

  • Verifikation

    Das ist eine Geschich­te, die mir vor Jah­ren ein Soft­ware­ent­wick­ler erzählt hat, der in der Gemein­schaft der Gre­go­ri­an Fri­ars lebt. Einer sei­ner Freun­de hat an einem klei­nen Col­lege in Mathe­ma­tik pro­mo­viert. Er hat über eine Men­ge mit eini­gen sehr span­nen­den Eigen­schaf­ten geforscht und wirk­lich inter­es­san­te Din­ge über sie her­aus­ge­fun­den. Er hat­te das Gefühl, end­lich fer­tig zu…

  • I am not a bowl.

    Thoughts on Kintsugi as a parable for human development. If you take part in the wider wes­tern cul­tu­re, I am sure you are awa­re of Kint­su­gi, the tra­di­tio­nal japa­ne­se tech­ni­que of repair of cera­mics or por­ce­lain with a gold-infu­sed lac­quer. Of cour­se, being a japa­ne­se craft, there’s way more in it—it being a part of…

  • Dieser Text handelt nicht nur von Kirschtomaten.

    Ich ste­he vor dem Kühl­schrank, die Hand schon am Griff. Ein Teil von mir ist sicher, jetzt gibt es gleich was zu Essen. Ein Stück Käse, ein Bis­sen von irgend­was. Egal. Und gleich­zei­tig gibt es einen ande­ren Teil, der der Über­zeu­gung ist, dass ich jetzt nichts essen soll­te, dass ich den Kühl­schrank zu las­sen soll­te,…

  • Purpose

    So vie­le Leu­te machen sich Gedan­ken über denn Sinn des (eige­nen) Lebens – und weil es bes­ser klingt, wenn man es auf eng­lisch sagt, sagt man heu­te: Pur­po­se. Was ist mein Pur­po­se? Und dann wer­den da ganz gro­ße Theo­rien aufgebaut. In mei­nen Augen ist es viel ein­fa­cher: die Fra­ge nach dem Sinn ist dann sinn­voll…