Männer, die „not all men“ für eine sinnvolle, ja notwendige Replik auf Schilderungen von Gewalt von Männern gegen Frauen halten, sind auf jeden Fall Teil des Problems, denn wenn man ihre Position, dass man auf ihre leicht kränkbare Psyche in jeder Formulierung, in jeden Posting Rücksicht nehmen muss, dann sind wir bei genau der Haltung, die so viele Männer als Begründung ihrer Gewalt gegen Frauen anführen: sie habe ja nicht. Oder sie habe zu viel. Oder sie habe doch.
Das ist genau die selbe Grundhaltung. Es stellt sich also nur noch die Frage, was es an „Provokation“ braucht, dass diese Männer „zurückschlagen.“ Ihre Unfähigkeit, schwierige Gefühle zu bewältigen, so externalisieren, dass sie eben doch Gewalt ausüben. Und es ist immer an den Frauen, diese emotionale Arbeit zu leisten: nicht einfach, wie Männer, ihre Gefühle auszuleben, sondern bei ihrem Auftreten die Gefühle von allen Männern, die etwas wahrnehmen könnten, mitzudenken.
Also Männer: Don’t be part of the problem, be part of the solution. Bewältigt Eure Gefühle selbst. Fühlt Euch nicht automatisch angesprochen. Und geht mit der Energie, die ihr für #notAllMen aufwendet, gegen den Sexismus gegen Frauen. Dann ist die Welt schon sehr viel besser.