Verspätete Sonntagsrede

Ich bin ja gera­de unweit von Calais an der fran­zö­si­schen Küs­te, und hier ist es schon recht nett. Es ist aber beein­dru­ckend, wie prä­sent der zwei­te Welt­krieg hier noch ist. Und auch bei den gan­zen Mel­dun­gen aus den Groß­brän­den in Deutsch­land und Bel­gi­en, immer wie­der Nach­rich­ten, dass es ob des Kriegs­ma­te­ri­als aus dem zwei­ten Welt­krieg noch so gefähr­lich ist. Und was fin­det sich alles durch die Tiefst­stän­de der Flüsse …

Die Euro­päi­sche Uni­on ist, im Gro­ßen und Gan­zen, als Frie­dens­pro­jekt erfolg­reich. Wirt­schaft­li­che Inte­gra­ti­on kann eine Trieb­fe­der auch gesell­schaft­li­cher Inte­gra­ti­on und damit für Frie­den sein – sie muss es aber nicht.

Ich glau­be, dass es eine gro­ße Auf­ga­be des nächs­ten Jahr­zehnts ist, Frie­dens­si­che­rung, sozia­len Aus­gleich und Kli­ma­schutz unter einen Hut zu bekom­men, den über­schie­ßen­den Kapi­ta­lis­mus mit sei­nem Stre­ben nach maxi­ma­ler Ungleich­heit ein­zu­ge­hen und dafür zu sor­gen, dass auch unse­re Kin­der- und Enkel­ge­nera­ti­on noch in Frie­den, Wohl­stand und Frei­heit leben kann.


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