Gefühle beim Programmieren

Für mich gehört zu den wesent­li­chen emo­tio­na­len Momen­ten, dass auf eine gewis­se Wei­se Pro­gram­mie­ren immer ein Spie­gel ist: es geht dar­um, was ich selbst ver­ste­he, was ich selbst kann, wo ich Feh­ler mache oder die­se Feh­ler behe­ben kann. Natür­lich bewegt es sich in einem Kon­text, der auch mit ande­ren zu tun hat: ganz vie­les ist natür­lich von ande­ren erdacht, von ande­ren – mehr oder weni­ger – doku­men­tiert, von ande­ren gemacht. Das stel­le ich damit über­haupt nicht in Abre­de. Und auch ohne den Aus­tausch mit ande­ren beim Pro­gram­mie­ren fehlt ein wesent­li­ches Ele­ment. Aber, genau wie bei der Schrift­stel­le­rei, gibt es den Moment, wo es um mich und das Fens­ter am Bild­schirm geht.

Genau die­sen Moment bre­chen die GenAI-Sys­te­me auf: aus einem bis­her fast solip­sis­ti­schen Erle­ben (und Pair Pro­gramming hat sich ja als Metho­de auch nicht durch­ge­setzt) wird ein Dia­log. Ob über den Code, mit dem Code, oder mit etwas noch ganz ande­rem, dar­über lässt sich strei­ten – es ist aber auch nicht der Punkt, denn vom Emp­fin­den wur­de aus etwas bis­lang nur in mei­nem Kopf ein Dia­log, und damit wer­den ganz ande­re Tei­le der Per­sön­lich­keit und der Per­son angesprochen. 

Ich fin­de das einen sehr span­nen­den Aspekt an der Entwicklung. 


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