mAnIpulation

Der Dia­log mit ChatGPT, Clau­de (Code), Codex, Copi­lot und wie sie alle hei­ßen ist not­wen­dig mani­pu­la­tiv. Das Gegen­über ist so desi­gned und imple­men­tiert, dass es Emo­tio­nen bei den Benutzer*innen her­vor­ruft – Men­schen im Dia­log funk­tio­nie­ren so (mit nur sehr, sehr weni­gen Aus­nah­men). Es gehört übri­gens mit zur Per­spek­tiv­ein­schrän­kung von als Män­nern sozia­li­sier­ten Wesen, dass sie die meis­ten ihrer eige­nen Gefüh­le dann nicht erken­nen, bzw. auch ihre eige­nen Moti­va­tio­nen in der Gesprächs­si­tua­ti­on nicht sehen oder sehen wol­len. Das ändert aber nichts dar­an, dass Gefüh­le sehr wesent­lich in einer Gesprächs­si­tua­ti­on sind. Wenn nun ein Sys­tem so ange­legt ist, dass bei einer Sei­te Gefüh­le ent­ste­hen – das müs­sen ja kei­ne gro­ßen Gefüh­le wie Lie­be, Freund­schaft oder so sein – und viel­leicht sogar das über­wie­gend posi­ti­ve Gefüh­le sind (über Selbst­wirk­sam­keit schrieb ich ja ges­tern schon), das Sys­tem selbst aber – wie auch – kei­ne Gefüh­le hat, dann sind die Autor*innen des Sys­tems mani­pu­la­tiv gegen­über den Benutzer*innen vor­ge­gan­gen. Ich wür­de sogar sagen, die Absich­ten, das Sys­tem so zu kon­stru­ie­ren, sind nicht klar kom­mu­ni­ziert, auch das ein Ele­ment von Mani­pu­la­ti­on. Nun kann man beim letz­te­ren Teil sagen: ja, klar: Kapi­ta­lis­mus. Aber das ändert nichts am Befund, dass es eben Mani­pu­la­ti­on ist.

Ich glau­be, es tut gut, sich das immer wie­der vor Augen zu füh­ren – vor allem, wenn der Druck gera­de sehr hoch ist und man auch für die Selbst­re­flek­ti­on gera­de nicht so viel Res­sour­cen hat.


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