Kundschaft!

Ich glau­be, das Motiv sieht man an eini­gen Orten: dass Men­schen sich als Kon­su­mentinnen einer Dienst­leis­tung ver­ste­hen, obwohl sie an einem par­ti­zi­pa­ti­ven Sys­tem teil­neh­men. Das hat sicher ver­schie­de­ne Ursa­chen; eine davon die Pro­fes­sio­na­li­sie­rung, dass es eben auch oft Men­schen gibt, die von Berufs wegen etwas für die Sache tun. Genau­so haben wir aber über Jahr­zehn­te einen Hal­tungs­wech­sel erlebt, dass man zunächst und vor allem Kon­su­ment ist. Neo­li­be­ra­ler Kapi­ta­lis­mus heißt: in den meis­ten Wirt­schafts­be­zie­hun­gen bist Du Kon­su­mentin. Das ist wichtig.

Und ob es jetzt um Kir­che, um Poli­tik, um Sport­ver­ei­ne geht: die Hal­tung, wie etwas zu sein hat ist so viel schnel­ler und lau­ter als die, zu sehen, dass man sich ein­brin­gen und etwas mit­ge­stal­ten kann. Wenn man Angst hat, dass etwas nicht wei­ter Bestand hat: mit­ma­chen. Danach sehen, dass es weitergeht.

Mich macht das mitt­ler­wei­le etwas kir­re. Die­se Per­spek­tiv­ver­zer­run­gen, die der Hyper­ka­pi­ta­lis­mus bewirkt hat. Ich will dazu bei­tra­gen, dass sich das wie­der etwas korrigiert.


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