Ich glaube, das Motiv sieht man an einigen Orten: dass Menschen sich als Konsumentinnen einer Dienstleistung verstehen, obwohl sie an einem partizipativen System teilnehmen. Das hat sicher verschiedene Ursachen; eine davon die Professionalisierung, dass es eben auch oft Menschen gibt, die von Berufs wegen etwas für die Sache tun. Genauso haben wir aber über Jahrzehnte einen Haltungswechsel erlebt, dass man zunächst und vor allem Konsument ist. Neoliberaler Kapitalismus heißt: in den meisten Wirtschaftsbeziehungen bist Du Konsumentin. Das ist wichtig.
Und ob es jetzt um Kirche, um Politik, um Sportvereine geht: die Haltung, wie etwas zu sein hat ist so viel schneller und lauter als die, zu sehen, dass man sich einbringen und etwas mitgestalten kann. Wenn man Angst hat, dass etwas nicht weiter Bestand hat: mitmachen. Danach sehen, dass es weitergeht.
Mich macht das mittlerweile etwas kirre. Diese Perspektivverzerrungen, die der Hyperkapitalismus bewirkt hat. Ich will dazu beitragen, dass sich das wieder etwas korrigiert.
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