Der Blick auf die Welt

Es gibt wahr­schein­lich aktu­ell kein bes­se­res Tool, um zu sehen, was in der Wirt­schaft in den Indus­trie­na­tio­nen gera­de pas­siert, gera­de die The­men sind, als AI. Lei­der nicht als Anwen­der der Tools, aber die Anbie­ter haben Daten­samm­lun­gen, wie es sie bis­lang noch nie gege­ben hat. Such­ma­schi­nen haben auf eine gewis­se Art auch schon den Fin­ger am Puls der Zeit und hat­ten als ers­te Zugang zu etwas, das es so noch nie gab. Die Daten der AI-Anbie­ter sind noch­mal um vie­les detail­lier­ter und beschrei­ben den gan­zen Denk­vor­gang, nicht nur ein­zel­ne Punk­te dar­aus. Und was die Men­schen alles an die AI-Sys­te­me geben! E‑Mails. Kalen­der­ein­trä­ge. Fotos. Aus­führ­li­che Unter­la­gen, offi­zi­el­le Doku­men­te – und natür­lich ihre eige­nen Gedan­ken, was damit pas­sie­ren soll oder was davon aus­ge­hend pas­sie­ren soll. Wenn das mal nicht was ist, wofür es sich wirk­lich lohnt, Indus­trie­spio­na­ge zu betreiben …

„Und was hat das mit mir zu tun?“ Ja, nun. Wie sehr ver­traust du denn Ope­nAI, Anthro­pic oder Goog­le? Wel­che Daten hast du ihnen schon gege­ben? Was wis­sen die also schon alles über dich und dein Unter­neh­men? Möch­test du das wei­ter so handhaben?
Klar, wie immer: man kann in einem ers­ten Schritt Arbeit inves­tie­ren: Daten pseu­do- oder anony­mi­sie­ren. Ähn­li­che Set­ups doku­men­tie­ren und nur das für die Inter­ak­ti­on mit der AI ver­wen­den. Aber: das ist ja dann wie­der so viel Arbeit! Und gera­de mit den loka­len Harnes­ses fühlt sich die Arbeit doch so an, als pas­sier­te sie am loka­len Rech­ner, oder? Da muss man schon sehr viel Reflek­ti­on im All­tag haben, um sich stän­dig vor Augen zu füh­ren, wel­chen Weg die Daten so neh­men. Und wenn man dann über­haupt noch das Emp­fin­den von Druck hat (in wel­cher Form auch immer: KPIs, Vor­ge­setz­te, Umsatz­zie­le, das eige­ne „wann ist fertig“-Gefühl), dann ist die Reflek­ti­on sowie­so was eingegrenzt.

Aber irgend­wann wer­den wir uns die­sen Fra­gen noch­mal stel­len müssen.

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Kommentare

4 Kommentare zu „Der Blick auf die Welt“

  1. Avatar von Felix Eckhardt

    @konrad wobei vie­le gro­ße Unter­neh­men eige­ne AIs betrei­ben. Und das ja auch nicht ohne Grund. Das Bild, das alle AI Anbie­ter zusam­men hät­ten (was sie nicht haben) wäre immer noch sehr lückenhaft. 

    Aber es ist natür­lich rich­tig, dass die gesen­de­ten Daten Rück­schlüs­se zulassen.

    1. Avatar von Felix Eckhardt

      @konrad Goog­le (hat­te?) hat über sein Qua­si­mo­no­pol in DE sicher einen bes­se­ren Ein­blick über sei­ne Such­ma­schi­ne. Das gilt aber z. B. In Russ­land oder Chi­na nicht annähernd.

      1. Avatar von K. Neuwirth
        K. Neuwirth

        Ja. Und gera­de sehen wir, war­um das auch eine stra­te­gi­sche Ent­schei­dung ist. Und wo Euro­pa da noch immer sehr naiv handelt.

    2. Avatar von K. Neuwirth
      K. Neuwirth

      Also, ich weiß von mehr Unter­neh­men, dass sie Ver­trä­ge mit exter­nen Anbie­tern haben (und Micro­soft fehlt mit Copi­lot in mei­ner Auf­zäh­lung), als das sie selbst was betreiben.

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