Mit AI reden

Was macht aus, ob man Arbeit ger­ne macht? Da gibt es vie­le Fak­to­ren, aber ein sehr wesent­li­cher ist das Gefühl der Selbst­wirk­sam­keit: wann neh­me ich wahr, dass das, was ich tue, auch einen Effekt hat – bzw. wie viel Ener­gie muss ich dafür auf­wen­den, um etwas zu erreichen.

Ich glau­be, dass die dia­log­ori­en­tier­ten Chat­sys­te­me, die der­zeit unser pri­mä­res Para­dig­ma für GenAI sind, da – ins­be­son­de­re im Ver­gleich mit Kom­mu­ni­ka­ti­on mit Men­schen – sehr gut abschnei­den: es braucht wenig Anstren­gung, um ein sehr unmit­tel­ba­res Gefühl der Wirk­sam­keit zu erle­ben. Kurz gefasst: man tut was, und die Gegen­sei­te reagiert in einer freund­li­chen Art direkt darauf.

Mei­ne The­se ist: für Men­schen, denen der Umgang mit ande­ren Men­schen schwer­fällt, ist der Ener­gie­auf­wand für mensch­li­che Inter­ak­ti­on sowie­so schon hoch – da ist der „Wir­kungs­grad“ mit AI-Sys­te­men defi­ni­tiv bes­ser, weil es eben nicht so anstrengt.

Wenn man sich dann an den Umgang mit dem Chat­bot gewöhnt hat, und auf die ande­ren Ebe­nen der Inter­ak­ti­on mehr ach­tet, dann wird es anstren­gen­der – weil das Ver­ste­hen nur vor­ge­täuscht ist, weil die Sys­te­me eben kei­ne syn­the­ti­sche Intel­li­genz sind, die emp­fin­den oder denken.

Ich bin gespannt, wie sich das wei­ter entwickelt.


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