Technologiekritik

Wer pri­mär Tech­no­lo­gie kri­ti­siert – wie jetzt gera­de wie­der Bill Gates – greift zu kurz. Tech­no­lo­gie ent­steht nicht im luft­lee­ren Raum, und ihre Ver­brei­tung ist noch viel weni­ger eine Not­wen­dig­keit oder ein Natur­ge­setz. Und letzt­lich gibt Mr. Gates das in sei­ner Aus­sa­ge ja auch direkt zu erken­nen; er möch­te, dass die Ver­brei­tung gebremst wird.

Aber: War­um hat dann sein Unter­neh­men denn so viel Geld in Ope­nAI und in die eige­ne AI inves­tiert, und sich so sehr danach aus­ge­rich­tet, GenAI zu einem zen­tra­len Bestand­teil sei­ner Pro­zes­se zu machen? War­um hat man da nicht wei­ter vor­aus­schau­end über­legt, son­dern ent­schie­den: so muss das sein?

War­um soll es denn so unbe­dingt eine gute Sache sein, dass für eine Tech­no­lo­gie, bei der noch nicht abzu­se­hen ist, wie sie sich wei­ter ent­wi­ckelt, Rechen­zen­tren gebaut wer­den, mit gro­ßem Scha­den für Umwelt und dort leben­de Men­schen, zum Vor­teil nur eini­ger sehr weni­ger, denen die Unter­neh­men dann gehören?

Wir kom­men also auf eine Kern­fra­ge: Was ist uns was wert? Wonach rich­ten wir denn unse­re Gesell­schaf­ten aus?

Und wenn wir dazu eine kla­re Hal­tung gefun­den haben, dann kön­nen wir wei­ter­ge­hen und über­le­gen, wie wir das umsetzen.


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