re:publica 12 Widget

November 29th, 2011 by konrad No comments »

Das re:publica-Widget, das ich für die re:publica XI erstellt habe, gibt es jetzt auch in einer Vari­ante für die kom­mende re:publica.

Die Datei gibt es hier zum her­un­ter­la­den: republica12-widget

Instal­la­tion:

  1. Datei her­un­ter­la­den und entpacken
  2. Das Ver­zeich­nis republica-widget in Dei­nen /wp-content/plugins-Order hoch­la­den
  3. Das Plu­gin in Word­Press aktivieren
  4. in der Widget-Übersicht das re:publica Wid­get in den pas­sen­den Side­bar zie­hen und das Ban­ner aus­wäh­len, das Du auf Dei­nem Blog zei­gen möchtest
  5. Fer­tig!

Also dann: Wir sehen uns in Berlin!

Installing apache, fastcgi & php-fpm on dragonflybsd

November 18th, 2011 by konrad No comments »

We’re cur­rently in the pro­cess of tran­si­tio­ning our web ser­vers from NetBSD to Dra­gon­flyBSD; along with that, we’re also swit­ching our PHP plat­form to php-fpm. There are a few les­sons we lear­ned in the process.

First: At least on Dra­gon­flyBSD 2.10, apache2 does not at all per­form well as apache-mpm-worker. Swit­ching to apache-mpm-prefork chan­ged our CPU load from 98% of apa­che to about 3 – 5% of apache.

Also, php-fpm was deli­ve­r­ing too high a rate of 500 errors; this was not accep­ta­ble to our cust­o­mers. Inves­ti­ga­ti­ons into that lead me to the blog arti­cle at http://​alexca​bal​.com/​i​n​s​t​a​l​l​i​n​g​-​a​p​a​c​h​e​-​m​o​d​_​f​a​s​t​c​g​i​-​p​h​p​-​f​p​m​-​o​n​-​u​b​u​n​t​u​-​s​e​r​v​e​r​-​m​a​v​e​r​i​c​k​/​#​c​o​m​m​e​nts, which then sent me link-chasing to – ulti­mately – http://​arti​cle​.gmane​.org/​g​m​a​n​e​.​c​o​m​p​.​w​e​b​.​f​a​s​t​c​g​i​.​d​e​v​e​l​/​2​514. This means we now have a set of local patches to our pkgsrc tree that incor­po­rate the patch from this pos­ting. At first sight, this seems to have impro­ved the situation.

Wie ich Zeitung lese.

July 21st, 2011 by konrad 14 comments »

Eine der Sen­dun­gen, die mir im Deutsch­land­ra­dio den meis­ten Spass besche­ren, ist die Pres­se­schau. Nicht auf ein spe­zi­el­les Pro­dukt fest­ge­legt zu sein, son­dern mal von hier und mal von da einen guten Gedan­ken prä­sen­tiert zu bekom­men, das ist für mich eine ange­nehme und kurz­wei­lige Art des Umgangs mit jour­na­lis­ti­scher Bericht­er­stat­tung.
Bei mei­nem Ritual, auch selbst „Zei­tung zu lesen“ ertappe ich mich, wie ähn­lich zur Pres­se­schau auch mein eige­nes Her­an­ge­hen an schrift­li­chen Jour­na­lis­mus gewor­den ist. übri­gens, damit wir uns nicht falsch ver­ste­hen: dass ich eine Zei­tung aus Papier kaufe ist ein Ereig­nis mit Sel­ten­heits­wert. Schrift­li­cher Jour­na­lis­mus fin­det bei mir tat­säch­lich rein elek­tro­nisch statt. Und bei allem Ver­ständ­nis für Argu­mente um den Umwelt­schutz, bei mir hat es rein prak­ti­sche Gründe.
Zei­tung­le­sen, das bedeu­tet bei mir: Tags­über den Twitter-Client öffent­li­chen, oder zumin­dest immer mal wie­der in meine Time­line zu sehen – Dort folge ich durch­aus eini­gen Ver­lags­an­ge­bo­ten. Wenn ich von einem Arti­kel lese, der mich inter­es­sie­ren könnte, wan­dert der Link dar­auf in mei­nen Instapaper-Account. Und abends, da nutze ich ent­we­der iPad oder iPhone um zumin­dest stück­chen­weise zu lesen, was ich tags­über so abge­legt habe. Manch­mal ver­fasse ich Kom­men­tare, manch­mal leite ich Links wei­ter: ich nehme mit die­sem Arti­keln am Social Web teil. Durch die Online-Angebote lese ich Arti­kel in vie­len Zei­tun­gen und Zeit­schrif­ten, die ich sonst nie in der Hand hätte: taz, FAZ, Süd­deut­sche, Spie­gel Online, Zeit, Cicero, New York Times, Finan­cial Times Deutsch­land: sie alle gehö­ren zu den Quel­len, aus denen sich mein Insta­pa­per speist. (übri­gens ist es oft­mals so, dass sich bei den inter­na­tio­na­len Pro­duk­ten die Arti­kel mit weni­ger Klicks in les­ba­rer Art und Weise spei­chern las­sen, weil man nicht erst umständ­lich auf eine Druck­ver­sion zugrei­fen muss, von der aus man aber trotz­dem nicht aus­dru­cken möchte.) Ich finde, es berei­chert mein Leben und ver­schafft mir ein dif­fe­ren­zier­te­res Bild von der Welt. Natür­lich spei­sen auch andere Quel­len mein Konto: ein­zelne Blog Pos­tings, die Huf­fing­ton Post, Heise Online aber auch ein­zelne Thre­ads auf Google Plus lan­den auch alle in mei­ner Samm­lung für den Abend.
Ich kann mir, ehr­lich gesagt, auch gar nicht mehr so rich­tig vor­stel­len, Zei­tung über­wie­gend auf Papier zu lesen: Zu unhand­lich ist das For­mat im Ver­gleich zu den elek­tro­ni­schen Lese­ge­rä­ten, zu pas­siv das Medium: ich kann nicht schnell mal nach Din­gen goog­len, ich kann mir nicht rele­vante Aus­schnitte irgendwo hin­ko­pie­ren, ich kann keine Ver­weise wei­te­ge­ben: Papier ist doof. Ich muss aber auch zuge­ben: ich nutze diese Ange­bote nur, wo sie leicht zugäng­lich und gra­tis sind. Die ipad-Apps von Zeit und FAZ mögen viel­leicht gut sein, aber ich will keine Abos für die Zei­tun­gen abschlies­sen. Ich will mich nicht mal dafür regis­trie­ren müs­sen. Wenn die Links nicht an mir vor­bei­schwim­men und ich den Text nicht von dort aus mit dem Werk­zeug mei­ner Wahl (und das ist ein wich­ti­ger Punkt!) lesen kann, dann hat der Ver­lag mich als Leser ver­lo­ren. Und darum geht es doch: die Auf­merk­sam­keit des Lesers. Seit Insta­pa­per und iphone lese ich mehr Zei­tung als je zuvor: sowohl, wie­viel Zeit ich für die Zei­tun­gen auf­wende, als auch wie­viele ver­schie­dene Zei­tun­gen ich lese. Das soll­ten doch für die Ver­lage eigent­lich gute Nach­rich­ten sein, alleine schon wegen der Ziel­gruppe. Jetzt müs­sen sie nur noch einen Weg fin­den, ein trag­fä­hi­ges und markt­wirt­schaft­li­ches Kon­zept zu erar­bei­ten, wie sie damit Geld ver­die­nen können.

Politicians, This Is Your Wakeup Call.

July 20th, 2011 by konrad No comments »

Liebe Poli­ti­ker,

spä­tes­tens durch die Affäre rund um das Vor­ge­hen von News of the World muss es Euch doch offen­sicht­lich gewor­den sein, dass der bis­he­rige Umgang mit den Medien zu einem Risiko wer­den kann. Mit dem von der Poli­tik gesuch­ten Nah­ver­hält­nis zur Presse erge­ben sich zwei­er­lei unter­schied­li­che Abhän­gig­kei­ten: Einer­seits von Jour­na­lis­ten; also jenen Men­schen, die tat­säch­lich berich­ten und deren Auf­gabe es ist, die Emp­fän­ger der Nach­richt auch tat­säch­lich zu errei­chen. Ande­rer­seits ergibt sich aber – und das wird gerade in Eng­land mehr als nur offen­sicht­lich – eine Abhän­gig­keit zu Ver­le­gern, die in ihrer Natur anders ist; offen­sicht­lich gel­ten da noch mal andere Spiel­re­geln. Natür­lich ist mir schon klar, dass die Machen­schaf­ten der News Corp noch mal eine andere Dimen­sion haben als das, was hier­zu­lande so pas­siert. Das aber die Ver­le­ger hier auch Macht nut­zen und auf die Poli­tik ein­wir­ken, kann nie­mand bestrei­ten: Aus­ge­stal­tung Rundfunk-Staatsvertrag (Stich­wort Pres­se­ähn­li­che Ange­bote), „Tagesschau-App“, Leis­tungs­schutz­recht … Alleine in den letz­ten 24 Mona­ten gibt es viele Bei­spiele, wo die Zei­tungs­ver­lage nicht über das, was man gemein­hin als markt­wirt­schaft­li­ches Ver­hal­ten ver­steht, ihr Unter­neh­mens­ziel zu errei­chen und zu sichern suchen.
Es gibt aber einen Aus­weg: Poli­ti­ker kön­nen in mei­nen Augen bald gut ohne Ver­lage exis­tie­ren. Und was kann hel­fen? Das Inter­net! Keine Zei­tung hat mehr Leser als Men­schen online sind: sowohl im Gros­sen (Bund und Län­der) als auch im Klei­nen (Kom­mu­nale Ebene). Das Medium hat also eine Reich­weite, die durch­aus inter­es­sant ist. Nun kann man sagen, nur dass so viele Men­schen im Inter­net sind, heisst ja noch lange nicht, dass sie auch lesen, was man als Poli­ti­ker so im Inter­net zu sagen hat. Das stimmt natür­lich, aber das gilt auch für die Zei­tung: Bloss, dass ein Mensch eine Zei­tung kauft oder im Abo hat, heisst noch lange nicht, dass er jene Arti­kel liest, mit denen der spe­zi­elle Poli­ti­ker jeman­den errei­chen möchte. Wenn der Poli­ti­ker sich aber medi­en­kon­form ver­hält, seine Nach­richt inhalt­lich inter­es­sant und attrak­tiv gestal­tet ist, dann besteht im heu­ti­gen Inter­net eine deut­lich grös­sere Chance dar­auf, dass andere Men­schen seine Nach­richt wei­ter­ver­brei­ten – über soziale Netze wie Face­book, Twit­ter, Google+ oder was gerade aktu­ell ist. Der Sen­der hat zwar nicht mehr die Kon­trolle über die Ver­brei­tung, er hat aber eine grös­sere Kon­trolle über die Bot­schaft: Er muss sich nicht eines Mitt­lers – eben der Jour­na­lis­ten – bedie­nen.
Der grös­sere Schritt im medi­en­kon­for­men Ver­hal­ten ist aber der viel schwie­rige und im Prin­zip auch grund­sätz­li­chere: das Netz nicht als Medium zu ver­ste­hen, mit­tels des­sen man seine Nach­rich­ten ver­brei­tet, son­dern als ein Medium des Dia­logs. Nicht nur zu schrei­ben, son­dern auch zu lesen: den Men­schen zuzu­hö­ren und sie – zum Teil auch in klei­nen Run­den oder gar vir­tu­el­len Ein­zel­ge­sprä­chen – zu über­zeu­gen.
Nun mag man ein­wer­fen, dass man eine Abhän­gig­keit (die von den Jour­na­lis­ten) gegen eine neue (die von sozia­len Netz­wer­ken) aus­tauscht. Diverse Bera­ter mei­nen, dass man unbe­dingt auf einem spe­zi­fi­schen Sys­tem sein muss, um zu kom­mu­ni­zie­ren. Wenn man seine Stra­te­gie auf nur ein Pro­dukt (Twit­ter, Face­book, Xing, MyS­pace) aus­rich­tet, dann ja: dann macht man sich davon abhän­gig. Wenn man aber diese spe­zi­fi­schen Kanäle als nur die jeweils aktu­el­len Sys­teme begreift, die aber inner­halb weni­ger Monate sehr deut­lich an Rele­vanz ver­lie­ren kön­nen, weil ein neues Sys­tem neue, schöne Dinge mit sich bringt, dann rela­ti­viert sich diese Sicht­weise schon. Und wenn man dann meh­rere Kanäle gleich­zei­tig besetzt, gibt es keine ein­zelne Abhän­gig­keit mehr. Und nicht zuletzt ist es im Inter­net ein ein­fa­ches, auch selbst zum Anbie­ter zu wer­den: Blog-Software ist so ein­fach gewor­den, dass man mit nur weni­gen Klicks das tech­ni­sche Sys­tem selbst bereit­stel­len kann, um im Inter­net zu publi­zie­ren. Aber das ist erst der Start­punkt für das neue Aben­teuer. Mit dem Zen­trum der eige­nen Internet-Aktivitäten begibt man sich also in keine Abhän­gig­keit – was man auf sei­ner Web­site, auf sei­nem Blog tut und lässt, liegt vor allem in der eige­nen Hand.
Ich glaube, die Ver­le­ger begin­nen zu ver­ste­hen, dass sich die Welt in diese Rich­tung ändert. Mit des­halb ja ihre Ver­su­che, ihre Rele­vanz auch in die Online-Welt zu über­tra­gen: Und sei es, in dem die Rele­vanz ande­rer Anbie­ter per Gericht oder ein­ge­schränkt wird. Nun ist es an der Zeit, dass die Poli­tik auch zu ver­ste­hen beginnt. Denn der Tag wird kom­men, an dem man sich end­lich von den Rupert Mur­dochs die­ser Welt eman­zi­pie­ren kann.

Vroniplag vs Chatzimarkakis

July 11th, 2011 by konrad 3 comments »

Schon seit Tagen läßt mich die Fern­seh­dis­kus­sion bei Anne Will, an der Anke Domscheit-Berg und Geor­gios Chat­zi­mar­ka­kis teil­ge­nom­men haben, nicht los. Ins­be­son­dere der Schlag­ab­toausch, als es um die Anony­mi­tät der Vroniplag-Teilnehmer ging, die dem FDP-Mandatar offen­sicht­lich so sehr ein Dorn im Auge ist.

Ich ver­mute – und wahr­schein­lich ist das Frau Domscheit-Berg auch sehr wohl klar – dass wir hier genau den Kern des Miss­ver­ständ­nis­ses zwi­schen den aktu­el­len poli­ti­schen Man­da­ta­ren und den im Netz sozia­li­sier­ten. Und auch die Jour­na­lis­ten hat­ten an die­sem Punkt augen­schein­lich noch nicht ver­stan­den, warum die Iden­ti­tät der ein­zel­nen Recher­cheure irre­le­vant ist – so, wie letzt­lich für den Linux-Kernel oder ein belie­bi­ges ande­res offe­nes und klar abge­grenz­tes Online-Projekt auch irre­le­vant ist, wel­che kon­kre­ten Per­so­nen sich zu jedem belie­bi­gen Zeit­punkt daran betei­li­gen. Denn: es geht dabei nicht darum, eine sub­jek­tive Mei­nung zu ver­kün­den oder mit sei­nem Namen für gewisse Aus­sa­gen ein­zu­ste­hen, wie es das Selbst­ver­ständ­nis des kom­men­tie­ren­den Jour­na­lis­mus ist. Und letzt­lich: bei dpa-Meldungen inter­es­siert auch der kon­krete Ver­fas­ser ähn­lich stark, wie es für Par­la­ment­s­pro­to­kolle rele­vant ist, wel­cher Ste­no­ty­pist gerade Dienst hatte. Wenn also Spreng sagt, dass Jour­na­lis­ten davon Leben, mit ihrem Namen für etwas ein­zu­ste­hen, befleis­sigt er sich auch eines ein­ge­schränk­ten Bli­ckes auf die eigene Zunft. Von Volon­tä­ren und Prak­ti­kan­ten, die z.B. Achiv­re­cher­chen durch­zu­füh­ren haben und dafür nicht nament­lich genannt wer­den, jetzt ganz geschwie­gen. Es geht in die­sen kon­kre­ten Fäl­len darum, eine klar umris­sene, voll­stän­dig nach­voll­zieh­bare und in gewis­sem Sinne fast mecha­ni­sche Arbeits­leis­tung zu erbrin­gen. Bei der Pla­gi­ats­re­cher­che kann man, sicher über­zeich­nend, schon fast von einer intel­lek­tu­el­len Fliess­band­ar­beit spre­chen. Selbst wenn man um die kon­kre­ten han­deln­den Per­so­nen wüsste, so änderte dies nichts an der Bewer­tung der gemein­sam erbrach­ten Arbeitsleistung.

Diese Kul­tur der „Schwarm-Intelligenz“, die das Netz als eigen­stän­dige, neue Form der Arbeits­or­ga­ni­sa­tion ein­bringt, ist mög­li­cher­weise in den Köp­fen der Poli­ti­ker noch nicht ange­kom­men. Diese Orga­ni­sa­tion steht auch dem poli­ti­schen Betrieb inso­fern dia­me­tral ent­ge­gen, als gerade dort ja eine Per­so­na­li­sie­rung und Zuspit­zung nur auf ein­zelne, iden­ti­fi­zier­bare Men­schen raum­grei­fend ist. Die Ant­wort aus dem Netz – die Kollaborations-Wikis, die Lul­caz und anony­mous, aber auch die S21-Protestbewegung – ist eben der mög­li­cher­weise aus die­sem Betrieb schwer zu begrei­fende Gegentrend.

Wir wer­den ver­mut­lich noch einige Zeit brau­chen, bis das Wis­sen um lose, the­men­spe­zi­fi­sche Zusam­men­ar­beit im Netz in den Köp­fen der Poli­ti­ker ange­kom­men ist. Selbst in der ent­spre­chen­den Enquette-Kommission, wo die Poli­tik ja mit sol­chen Ansät­zen kon­fron­tiert wurde und eigent­lich auch rela­tiv gefahr­los hätte expe­ri­men­tie­ren kön­nen, wur­den diese Ansätze zunächst abgeblockt.

Übri­gens ent­behrt es nicht einer dunk­len Iro­nie, dass gerade ein Autor, in des­sen Dis­ser­ta­tion diverse Pla­giate nach­ge­wie­sen sind, von den Recher­cheu­ren eine nament­li­che Kenn­zeich­nung ihrer Arbeits­leis­tung ein­zu­for­dern ver­sucht, oder?

Different take on the Keynote

June 15th, 2011 by konrad No comments »

A good num­ber of people, inclu­ding Dar­ing Fireball’s estee­med John Gru­ber pain­ted the pic­ture that last weeks WWDC keynote was about Google framing the future of com­pu­ting in the brow­ser vs. Apple framing it with native, local apps on their platt­forms. As much as this being an inte­res­ting ques­tion, what strikes me as a very fun­da­men­tal change — and one that’s gone fairly uncom­men­ted is Apple doing away with the need to under­stand or deal with files for the gene­ral user. The com­bi­na­tion of never having to save your work, just naming it and using it seems so obvious, yet power­ful. Adding Ver­si­ons into the mix, and the iCloud sto­rage stra­tegy and sud­denly you have a very power­ful new way to deal with thr stuff you create. You do not syn­chro­nize, the »truth is in the cloud.« You just access what you have from the device you have nearby, and that’s it.

It will be inte­res­ting to see how this also works out with local file ser­vers and stuff you don’t want to put up on Apple’s ser­vers. But to me, the pic­tures the crew has pain­ted of the future of desk­top inter­faces is the really fun­da­men­tally new thing that we saw.

IP-Provider

May 12th, 2011 by konrad No comments »

Anstatt zu über­le­gen, wie sie für’s zer­schnei­den und neu zusam­men­set­zen mei­nes Traf­fics noch Geld ver­lan­gen kön­nen, könn­ten die Pro­vi­der sich mal Gedan­ken dar­über machen, mich darin zu unter­stüt­zen zu sehen, wann wel­ches mei­ner End­ge­räte mit wel­chen Gegen­stel­len kom­mu­ni­ziert. Denn: Spei­chern wer­den sie die Daten ja wohl sowieso müs­sen, über kurz oder lang. Wenn man dann sähe, wie oft z.B. so ein iPhone mit Apple kom­mu­ni­ziert, und das viel­leicht sogar beim Pro­vi­der unter­bin­den könnte, wäre das schon mal ein gros­ser Schritt.

Datenverlust und Kontrollangst

May 12th, 2011 by konrad No comments »

Nach Kris­tian Köhn­tropps (@isotopp) Arti­kel „Von der Spa­cke­ria, von Alu­hü­ten und vom Kon­troll­ver­lust“ kann ich lang­sam etwas genauer begrün­den, was mich am Dis­kurs so stört: die in mei­ner Wahr­neh­mung nur sehr ein­sei­tige Betrach­tungs­weise der Mate­rie. Der Groß­teil der Dis­kus­sion fin­det aus der Warte des ein­zel­nen Users statt. In dem Spiel gibt es noch eine Reihe ande­rer Akteure und deren Inter­es­sen ste­hen gerade einer sol­chen Trans­pa­renz, wie die Spa­cke­ria sie – in mei­nen Augen höchst uto­pisch – ein­for­dert, dia­me­tral ent­ge­gen. Klas­si­sche Bei­spiele sind da wohl Google und Face­book: Es gehört essen­zi­ell zu deren Geschäfts­mo­dell, dass wir nicht wis­sen, wel­che Daten sie genau über uns erhe­ben, spei­chern und wie sie diese Daten wei­ter­ver­ar­bei­ten. Ich sehe auch kei­nen Weg, wie man zu einer Offen­le­gung der inne­ren Pro­zesse der bei­den Unter­neh­men kom­men könnte; das sind die Kron­ju­we­len, die sie sicher maxi­mal ver­tei­di­gen werden.

Wir als Netz­nut­zer haben hier übri­gens eine Dop­pel­rolle: einer­seits kon­su­mie­ren wir Dienst­leis­tun­gen der Unter­neh­men. Ande­rer­seits sind wir aber auch Pro­du­zen­ten des Roh­stof­fes, der die Pro­dukte aus­macht: Genau der Daten, die die Geschäfts­grund­lage sind. Des­halb wer­den die Unter­neh­men auch bemüht sein, dass wir ihnen immer mehr und mehr Daten zur Spei­che­rung über­las­sen – und es uns natür­lich auch immer ein­fa­cher und attrak­ti­ver machen, genau diese Daten ihren Sys­te­men zur Ver­fü­gung zu stel­len. Die Bei­spiele Google und Face­book zei­gen noch eine andere Pro­ble­ma­tik an der Trans­pa­ren­zu­to­pie: Die Akteure sind zu glo­bal, als dass sie sich an einen in Deutsch­land zu errei­chen­den Kon­sens bin­den lies­sen. Selbst, wenn wir ein Min­dest­maß an Trans­pa­renz erzwän­gen: Wie woll­ten wir das gegen­über mul­ti­na­tio­na­ler Kon­zerne durchsetzen?

Wir kön­nen übri­gens auch ganz ein­fach ein Bei­spiel bemü­hen, das auch ganz off­line und nur natio­nal funk­tio­niert: Die Kre­dit­be­wer­tun­gen der diver­sen Aus­kunf­teien. Wir wis­sen zwar unge­fähr, wel­che Daten z.B. an die Schufa wei­ter­ge­lei­tet wer­den. Wie die dar­aus aber dann die spe­zi­fi­sche, per­sön­li­che Kre­dit­wür­dig­keit ablei­tet – das wird wohl auch wei­ter im Ver­bor­ge­nen blei­ben. Und wir wis­sen ja auch alle, wie ein­fach es ist, fal­sche Ein­träge bei der Schufa kor­ri­giert zu bekom­men. Am Rande sei nur erwähnt, dass auch schon die Abfrage bei der Schufa wie­der Daten gene­rie­ren kann, die auf die Kre­dit­kon­di­tio­nen bei der Bank Ein­fluss haben – man muss dem Bank­be­ra­ter spe­zi­fisch ans Herz legen, die Schufa-Daten so abzu­fra­gen, dass das Rating davon unbe­ein­flusst bleibt.

Apro­pos Ban­ken: Daten aller Kon­to­be­we­gun­gen fal­len ja deut­lich unter die sen­si­ti­ve­ren per­sön­li­chen Daten; man wird nur wenige Men­schen fin­den, die ihre Kon­to­aus­züge voll­stän­dig online stel­len wer­den. Für unsere Haus­bank sind wir auf eine gewisse Art sehr, sehr trans­pa­rent. Warum sehen wir eigent­lich nicht auf den Kon­to­aus­zü­gen der Ban­ken, wel­che Mit­ar­bei­ter wann und zu wel­chem Grund auf diese Daten zuge­grif­fen haben – als Maß­nahme der gegen­sei­ti­gen Trans­pa­renz? Und auch, wann diese Daten über wel­che Schnitt­stelle an ame­ri­ka­ni­sche Behör­den über­mit­telt wur­den, übrigens.

Das Gefähr­li­che an den Daten, die wir von uns geben, ist aber auch, dass wir heute noch nicht sagen kön­nen, wel­che Rele­vanz und Aus­sa­gen sie in Zukunft noch haben kön­nen. Es ist ähn­lich wie die heute ein­ge­fro­re­nen Blut­pro­ben von Sport­lern – wir kön­nen heute noch nicht sagen, wel­che dia­gnos­ti­schen Metho­den in zehn Jah­ren zur Ver­fü­gung ste­hen wer­den, um Doping nach­zu­wei­sen. Wir kön­nen heute noch nicht sagen, wel­che heute zutiefst harm­lo­sen Daten im Laufe unse­res Lebens doch noch eine ganz andere Bedeu­tung und Rele­vanz bekom­men. Und uns dann doch wie­der einholen.

Ins­be­son­dere gibt es da noch den zusätz­li­chen Akteur, der im Raum steht: den Staat. Alle von pri­va­ten Enti­tä­ten gespei­cher­ten Daten kön­nen, ob wir das wol­len oder nicht, von der Staats­ge­walt genutzt wer­den. Und zwar nicht nur von der, wo wir woh­nen, son­dern auch von allen Tran­sit­län­dern und Fir­men­sit­zen. Ob das nun der Zugriff auf die Sys­teme der Tel­cos ist, oder ob die in der Cloud gespei­cher­ten Daten selbst abge­grif­fen wer­den (wie ja Drop­box erst letz­ten öffent­lich ein­ge­stan­den hat): die­sen Teil­neh­mer gibt es auch, immer und jeder­zeit. Bist Du Dir sicher, das die Daten, die Du heute spei­cherst oder pro­du­zierst von allen Län­dern, in die Du rei­sen wirst, als harm­los gese­hen wer­den? Was, wenn ein Nut­zer des glei­chen Namens wie Du isla­mis­ti­sche Bot­schaf­ten ver­öf­fent­licht hat, und die USA bei der Ein­reise plötz­lich auf sol­che Dinge ach­ten? Auch die­sen Teil­neh­mern wird man keine Trans­pa­renz ver­ord­nen kön­nen; alleine schon der Ansatz wirkt fast ironisch.

Nein, mir ist diese Grund­an­nahme der Spa­cke­ria suspekt. Ich möchte nicht gerne trans­pa­rent sein. Und erst recht nicht um den Preis, dass wir doch schon mal anfan­gen sol­len, die ande­ren Teil­neh­mer zie­hen dann viel­leicht spä­ter schon mal nach.

I dream of a coworking space …

May 12th, 2011 by konrad 2 comments »

Wenn ich denn je genug Geld hätte, einen cowor­king space zu grün­den, dann hätte er sicher fol­gende Features:

  1. Büros in den ver­schie­dens­ten Grö­ßen, die man mie­ten kann
  2. Bespre­chungs­räume mit guter Infra­struk­tur (Bea­mer, Lein­wand, Tele­fon mit guter Freisprechanlage)
  3. Telefon-Service für die Zei­ten, an denen man nicht am Schreib­tisch oder im Büro ist
  4. In der Etage unter dem nor­ma­len Cowor­king Space ein rich­tig, rich­tig, rich­tig gutes Cafe. Also eines, wo Leute schon mal gerne hin­ge­hen, ohne da zu arbeiten.

Aber wahr­schein­lich bleibt das auch nur ein Hirngespinst.

Ein Idee zum Urheberrecht

April 14th, 2011 by konrad 3 comments »

Und nur halb ernst, aber auch nur halb lus­tig ver­meint:
Ähn­lich, wie die Schutz­rechte für eine Marke erst erwor­ben wer­den müs­sen, müs­sen Schutz­rechte für andere Krea­tiv­werke auch erwor­ben wer­den – wobei noch zu klä­ren wäre, was ein Werk ist und wel­che Kate­go­rien Kunst schutz­wür­dig sind. Und dann muss die Ver­län­ge­rung der Schutz­rechte jedes Jahr bezahlt wer­den. Im ers­ten Jahr kos­tet das Schutz­recht ein Euro, im zwei­ten Jahr zwei, und immer wei­ter. Der Preis ver­dop­pelt sich jedes Jahr.
Es bleibt eine Rechen­auf­gabe, ab wann es für den Pro­du­zen­ten oder Ver­wer­ter nicht mehr attrak­tiv ist, ein Werk für sich zu monopolisieren.

Anonymität oder leicht zu googlen?

April 14th, 2011 by konrad No comments »

Seit der Ses­sion Was ist mor­gen öffent­lich, was pri­vat denke ich über Pri­vat­sphäre und Öffent­lich­keit nach, bzw. auch über aug­men­ted rea­lity. Falk Lüke benannte als Bei­spiel: Was, wenn Google Gogg­les eine Gesichts­er­ken­nung ein­baut, und man plötz­lich jeden, den man auf der Strasse sieht, sofort goog­len kann? Und meine ange­schlos­sene Frage ist: Wird das emp­fun­dene Unwohl­sein nach ver­wen­de­ter Tech­no­lo­gie anders? Was, wenn z.B. die Konferenz-Namensschilder, auf die viele ja doch ihre Twitter-Namen schrei­ben, plötz­lich auch QR-Codes hät­ten? Was, wenn wir irgendwo einen RFID hät­ten, der die Infor­ma­tion auf Rück­frage raus­gibt? Was, wenn die­ser RFID plötz­lich implan­tiert ist? Und wenn es die Tech­no­lo­gie der Gesichts­er­ken­nung gäbe, hätte das auch Ein­fluss auf die Burqa-Debatte?
Alleine schon diese ein­fa­che Frage – unter­stützt eine Tech­no­lo­gie die Mög­lich­keit, sich im öffent­li­chen Raum iden­ti­fi­zier­bar zu machen – mit ihren ver­schie­de­nen Schat­tie­run­gen je nach spe­zi­fi­scher Tech­no­lo­gie zeigt auch, wie hoff­nungs­los über­for­dert der Gesetz­ge­bungs­pro­zess hier nur sein kann: ers­tens ändern sich die tech­no­lo­gi­schen Mög­lich­kei­ten so schnell, dass selbst libe­ral for­mu­lierte Rah­men­ge­setze schnell an Gren­zen sto­ßen (wer hätte vor drei, vier Jah­ren schon gedacht, dass Geolocation-Services auf dem Handy so in Thema wer­den würde) und ande­rer­seits ist das technologie-neutrale For­mu­lie­ren von eben auch Schat­tie­run­gen eine gar kom­plexe Auf­gabe. Wie man das einer brei­te­ren Masse trans­pa­rent machen soll, damit di eben auch die Gesetze ihres Lan­des ver­ste­hen, ist mir gar noch nicht klar.
Und trotz­dem: das Thema bleibt wei­ter sehr, sehr spannend.

The library now is able to …

March 29th, 2011 by konrad No comments »

I’m cur­rently wri­t­ing a library of PHP stuff for our inter­nal use. I’ve been able to make it do a few fun tricks.

To express a query with a sub­query, I can now do this:
$sube = new Expression('subtable');
$sube->setResultField('id');
$sube->beginGroup('and');
$sube->addTerm('field1','=',$valueA);
$sube->addTerm('field2','< =','expr:now()');
$sube->endGroup;
$e = new Expression('table');
$e->addTerm('field2','not in',$sube);

$XQDB->getObjects($e);

I like that!

So geht Support nicht.

March 21st, 2011 by konrad No comments »

Ich kom­mu­ni­ziere gerade mit einem Software-Anbieter wegen Rück­fra­gen über deren Pro­dukt. Zunächst: Sup­port gibt es per E-Mail oder per 0900-Nummer. Das stimmt mich ja schon mal nicht posi­tiv. Aber dann:
In der ers­ten Mail auf meine Frage wer­den neben der genauen Ver­si­ons­num­mer – kann ich ja noch ver­ste­hen! – auch noch Seri­en­num­mer und genaue Kun­den­be­zeich­nung abge­fragt. Damit man die Anfrage rich­tig able­gen könne. Und in der nächs­ten E-Mail, in der ich auf die Rück­fra­gen ant­wor­tete, kommt dann

Beach­ten Sie, die kom­plette Kor­re­spon­denz immer anzu­fü­gen, damit die Bear­bei­tung nicht unnö­tig ver­zö­gert wird.

Herr­schaf­ten, so geht kun­den­freund­li­cher Sup­port nicht!

Und wenn sie es ernst meinten …

March 17th, 2011 by konrad No comments »

Wenn es die deut­sche Bun­des­re­gie­rung wirk­lich ernst meinte, die Atom­en­er­gie ohne Tabus zu hin­ter­fra­gen, dann stellte sie sich auch den fol­gen­den Fragen:

  • Wie soll der Müll aus den Atom­kraft­wer­ken ent­sorgt wer­den? Wie soll er an diese Lager­stelle trans­por­tiert werden?
  • Wer sorgt in wel­cher Weise für den Rück­bau der Atom­kraft­werke, nach dem sie aus­ser Betrieb gegan­gen sind? Wer ist für die Sicher­heit der Anla­gen nach dem Ende verantwortlich?

Und wenn sie den Bür­gen eine halb­wegs infor­mierte Posi­tion zutraut, dann ste­hen da in mei­nen Augen noch ein paar Fra­gen mehr auf der Tagesordnung:

  • Wie viel Nukle­ar­ma­te­rial ver­baucht ein AKW pro pro­du­zier­tem Mega­watt? Wie viel von wel­chem Mate­rial muss also für die Lauf­zeit­ver­län­ge­rung ein­ge­kauft wer­den, und wo pas­siert das?
  • Warum sind die Gewinne der Atom­kon­zerne so hoch, wenn gleich­zei­tig z.B. die Ent­sor­gung des radio­ak­ti­ven Abfalls Sache der All­ge­mein­heit ist?

Ich sehe gerade sehr viel Ähn­lich­keit zwi­schen den Atomenergie-Produzenten und den Ziga­ret­ten­pro­du­zen­ten. Beim Rau­chen bewegt sich die Gesell­schaft mitt­ler­weile in die rich­tige Rich­tung. Schaf­fen wir es bei der Atom­en­er­gie auch?

Für eine neue Energiepolitik.

March 17th, 2011 by konrad No comments »

Ener­gie­po­li­tik ist Geo­po­li­tik: Fast alle Ener­gie­trä­ger, die in Groß­kraft­wer­ken ein­ge­setzt wer­den, müs­sen aus dem Aus­land impor­tiert wer­den. Das heißt, dass wir die dor­ti­gen Regimes finan­zi­ell unter­stüt­zen. Gas kommt aus Russ­land, Öl kommt aus dem nahen Osten. Uran kommt aus Aus­tra­lien, Russ­land, Niger, Nami­bia, Kasachs­tan und Usbe­kis­tan. Und auch Kohle wird bald nicht mehr in Deutsch­land geför­dert (und auch jetzt nicht zu wett­be­werbs­fä­hi­gen Kos­ten). Neben der finan­zi­el­len Unter­stüt­zung ist es aber auch – und das Bei­spiel Russ­land zeigt das ja jeden Win­ter aufs Neue in ein­drucks­vol­ler Weise – ein enor­mer Macht­fak­tor. Es muss im Sinne eines grö­ße­ren Ent­schei­dungs­spiel­rau­mes das Inter­esse der euro­päi­schen Union sein, dass die Ener­gie­ver­sor­gung auch in ihren Ver­brauchs­gü­tern – so diese noch erfor­der­lich sind – aut­ark von stat­ten geht. Erst dann wird es auch glaub­haft mög­lich, sich für andere poli­ti­sche Ziele wie Demo­kra­ti­sie­rung des nahen und mitt­le­ren Ostens ein­zu­set­zen: die beste­hen­den Abhän­gig­keits­struk­tu­ren fal­len weg.
Ener­gie­po­li­tik ist Umwelt­po­li­tik: die­sen Punkt muss man wohl nicht mehr näher aus­füh­ren. CO2-Ausstoß, Umwelt­ver­schmut­zung durch Abgase und Abfälle; Abwärme durch Ver­feue­rung in den Öfen der Kraft­werke. Die Mär, Atom­en­er­gie wäre sau­bere Ener­gie ist ja schon lange ent­larvt und das Abfall­pro­blem ist noch immer nicht gelöst.
Ener­gie­po­li­tik ist Wirt­schafts­po­li­tik: in wel­chem Maße Ener­gie zur Ver­fü­gung steht, wel­che Kos­ten Gross­ab­neh­mern erwach­sen, in wel­cher Weise auch Ener­gie­ge­win­nung ver­gü­tet wird: das alles sind für die Indus­trie rele­vante Ent­schei­dungs­grö­ßen. Aber auch die Frage nach For­schung und Ent­wick­lung in Ener­gie­tech­ni­ken ist wich­tig und sollte nicht aus den Augen ver­lo­ren wer­den.
Wir sehen schon heute, dass der Strom­be­darf unse­rer Gesell­schaft in nächs­ter Zeit nicht weni­ger wird. Moderne Heiz­sys­teme (wie Geo­ther­mie oder Wär­me­rück­ge­win­nung) brau­chen immer auch Strom. Die indi­vi­du­elle Mobi­li­tät geht nur in die Rich­tung weg von Ver­bren­nungs– und hin zu Elek­tro­mo­to­ren. Der gesamte All­tag wird mehr und mehr von elek­tri­schen Gerä­ten abhän­gig. Nicht zuletzt in der Medi­zin: Ein MRT-Scanner ver­braucht im Betrieb zwi­schen 40 und 100 Kilo­watt.
Die Fra­ge­stel­lun­gen sind bekannt; auch Lösungs­tech­no­lo­gien lie­gen uns in vie­len Fäl­len schon vor und müss­ten nur umge­setzt wer­den. Das Stromverteilungs-Netz inner­halb Deutsch­lands (und ver­mut­lich auch inner­halb der EU) ist an vie­len Stel­len unter­di­men­sio­niert und muss stark aus­ge­baut wer­den. Durch den Tausch vie­ler Kom­po­nen­ten von ihren aktu­ell sehr ein­fa­chen Vari­an­ten hin zu intel­li­gen­te­ren Gerä­ten ermög­licht viele neue Mög­lich­kei­ten; exem­pla­risch seien hier die Smart Meter für den Ein­satz beim End­ver­brau­cher genannt, die eine punkt­ge­naue Ver­brauchs­kon­trolle und damit neue Abrech­nungs­sys­teme ermög­li­chen. Aber auch ein­fach einen Über­blick, wie die Ver­brauchs­si­tua­tion momen­tan denn ist, um z.B. im Haus­halt auch gegen­steu­ern zu kön­nen. In der Ener­gie­ge­win­nung müs­sen rege­ne­ra­tive Ener­gie­trä­ger viel stär­ker als bis­lang aus­ge­baut wer­den.
Es ist an der Zeit, sich der gesamt­ge­sell­schaft­li­chen Ver­ant­wor­tung zu stel­len und sich nicht nur den Inter­es­sen der aktu­el­len Strom­in­dus­trie zu widmen.

Meine These zur Laufzeitverlängerung

March 16th, 2011 by konrad No comments »

Ich glaube, dass in der poli­ti­schen Prag­ma­tik die Ver­län­ge­rung der Lauf­zei­ten schon eine starke Logik hat:

  1. Die Atom­en­er­gie bringt uns wirk­lich näher an die Ver­wirk­li­chung der Klimaziele.
  2. Die Lauf­zeit­ver­län­ge­rung beschert der Repu­blik eini­ges an Steuermehreinnahmen
  3. Das Thema Atom­en­er­gie pola­ri­siert zwar, war aber offen­sicht­lich zwi­schen­zeit­lich Rele­vant genug, Wahl­ent­schei­dun­gen zu beeinflussen
  4. Die Nähe zwi­schen Ener­gie­wirt­schaft und Poli­tik ist ja hin­rei­chend doku­men­tiert; das hat natür­lich auch Ein­fluss auf die Entscheidungen

Man mag das sehen wie man möchte; ich glaube, dass gerade auch das Argu­ment der Steu­er­mehr­ein­nah­men gegen­über der Nicht-Verlängerung auch für eine Regie­rung, die Neu­ver­schul­dung ver­mei­den möchte, durch­aus rele­vant ist. Und bis­lang ist die Atom­en­er­gie ja wirk­lich in Deutsch­land ohne grobe tech­ni­sche Zwi­schen­fälle abge­lau­fen, oder?

Features for Twitter for Mac

March 10th, 2011 by konrad No comments »

Twitter’s native app for Mac OS has been my pri­mary Twit­ter environ­ment for some time now. I used it before it got that ent­i­rely new (non­stan­dard) user inter­face. I still like it bet­ter than the other Twit­ter app’s I’ve seen out there, but there are a few gri­pes with it that I have.

  • I like to be able to drag apps by taking their top­most ele­ment in the win­dow. I don’t like to see that bit of UI con­ven­tion out the door; I don’t like the fact that I have to pick up the Twit­ter win­dow by it’s right-side margin.
  • I would like the default of pre­sen­ting Twit­ter user­na­mes to indi­cate whe­ther I alre­ady fol­low them or not; this would be espe­cially use­ful on fri­days. Maybe give the names two dis­tinct back­ground colours, very light but notica­ble. That way, I could see the over­lap with others, and not have to access each name seperately.
  • Some­ti­mes, loading images from twit­pic does not work reli­a­bly, and I have no idea as to why. I have to close the popup and reo­pen it for the image to load.
  • Hand­ling blo­cking users is not con­sis­tent: When I am on the “Men­ti­ons” tab and block a user, the tweet I am on disap­pears right away. If I am doing the blo­cking in the user’s pro­file, the tweets of that user remain in my time­line and men­ti­ons. I’d much rather see them disap­pear everywhere.

But I’m sure they’ll all be addres­sed in later ver­si­ons. :-)

Zeitungs-Websites

March 2nd, 2011 by konrad No comments »

Liebe Zeitungswebsite-CMS-Konfektionierer,
die Druck­an­sich­ten auf Euren Web­sites sind ja durch­aus sehr prak­tisch. Könnt Ihr es aber bitte so ein­rich­ten, dass die Druck­an­sicht nicht ein neues Fens­ter oder ein neues Tab öff­net, son­dern ein­fach in mei­nem aktu­el­len Brow­ser gela­den wird, so wie jede andere Seite auch? Und könnt ihr auch auf den JavaScript-Aufruf des Druck-Dialogs ver­zich­ten? Das fände ich sehr praktisch.

Danke!
Ein Instapaper-User.

Emacs: Saving buffer in different encoding

February 18th, 2011 by konrad No comments »

So once again I had a file that I nee­ded to save in UTF8, because the ori­gi­nal for­mat it came in was dif­fe­rent. And time and again, I had to chase down the appro­priate thing in the Emacs docu­men­ta­tion. So here is how to do it:
C-x [RET] f CODING [RET]
CODING is the coding for­mat; com­ple­tion is avail­able.
And you find the docu­men­ta­tion in the Text Coding Node of the Emacs documentation.

re:publica Widget

February 17th, 2011 by konrad No comments »

As you can see from the side­bar, I’m going to re:publica 2011. As a con­ve­ni­ence to other Word­Press blog­gers, I’ve made a small wid­get to include the re:publica Ban­ner on your blog. You can down­load it from my blog.
To install:

  1. Down­load re:publica XI Wid­get.
  2. Unzip and upload the con­t­ents to the direc­tory wp-content/plugins/ inside your Word­Press instal­la­tion. You have to upload the direc­tory ‚republica-widget‘ to the plugins direc­tory, not just the file.
  3. Log in to the Word­Press backend and activate the plugin
  4. Move the Wid­get to your side­bar in the Appearance > Wid­gets menu
  5. Select the ban­ner you want to use, and you’re all set!

Have fun and see you there!