Es gibt wahrscheinlich aktuell kein besseres Tool, um zu sehen, was in der Wirtschaft in den Industrienationen gerade passiert, gerade die Themen sind, als AI. Leider nicht als Anwender der Tools, aber die Anbieter haben Datensammlungen, wie es sie bislang noch nie gegeben hat. Suchmaschinen haben auf eine gewisse Art auch schon den Finger am Puls der Zeit und hatten als erste Zugang zu etwas, das es so noch nie gab. Die Daten der AI-Anbieter sind nochmal um vieles detaillierter und beschreiben den ganzen Denkvorgang, nicht nur einzelne Punkte daraus. Und was die Menschen alles an die AI-Systeme geben! E‑Mails. Kalendereinträge. Fotos. Ausführliche Unterlagen, offizielle Dokumente – und natürlich ihre eigenen Gedanken, was damit passieren soll oder was davon ausgehend passieren soll. Wenn das mal nicht was ist, wofür es sich wirklich lohnt, Industriespionage zu betreiben …
„Und was hat das mit mir zu tun?“ Ja, nun. Wie sehr vertraust du denn OpenAI, Anthropic oder Google? Welche Daten hast du ihnen schon gegeben? Was wissen die also schon alles über dich und dein Unternehmen? Möchtest du das weiter so handhaben?
Klar, wie immer: man kann in einem ersten Schritt Arbeit investieren: Daten pseudo- oder anonymisieren. Ähnliche Setups dokumentieren und nur das für die Interaktion mit der AI verwenden. Aber: das ist ja dann wieder so viel Arbeit! Und gerade mit den lokalen Harnesses fühlt sich die Arbeit doch so an, als passierte sie am lokalen Rechner, oder? Da muss man schon sehr viel Reflektion im Alltag haben, um sich ständig vor Augen zu führen, welchen Weg die Daten so nehmen. Und wenn man dann überhaupt noch das Empfinden von Druck hat (in welcher Form auch immer: KPIs, Vorgesetzte, Umsatzziele, das eigene „wann ist fertig“-Gefühl), dann ist die Reflektion sowieso was eingegrenzt.
Aber irgendwann werden wir uns diesen Fragen nochmal stellen müssen.
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